Fastenzeit in St. Lambertus
Musik zum Hören und Innehalten

Ochtrup -

St. Lambertus startet am morgigen Sonntag mit dem Programm zur Fastenzeit. Die katholische Kirchengemeinde hat es „Zeit der Hoffnungsklänge“ überschrieben. An fünf Sonntagen jeweils um 16 Uhr bietet sie in der Lambertikirche 45 Minuten mit Musik, Impuls, Gebete oder auch Stille an. Es geht ums Innehalten, ums Hören.

Samstag, 20.02.2021, 10:44 Uhr aktualisiert: 20.02.2021, 10:50 Uhr
Die Kirchengemeinde St. Lambertus um Pastoralreferentin Anja Möllers und Pastor Bernd Haane hat für die Fastenzeit ihr Programm vorgestellt.
Die Kirchengemeinde St. Lambertus um Pastoralreferentin Anja Möllers und Pastor Bernd Haane hat für die Fastenzeit ihr Programm vorgestellt. Foto: Alex Piccin

St. Lambertus startet am morgigen Sonntag mit dem Programm zur Fastenzeit. Die katholische Kirchengemeinde hat es „Zeit der Hoffnungsklänge“ überschrieben. An fünf Sonntagen jeweils um 16 Uhr bietet sie in der Lambertikirche 45 Minuten mit Musik, Impuls, Gebete oder auch Stille an. Es geht ums Innehalten, ums Hören.

Den Beginn macht die Anbetungsstunde „Herr, ich komme zu dir“. Am 28. Februar folgt „Höre Gott“ mit Psalmen und Gedichten sowie Vibraphon-Klängen von Altfrid M. Sicking . Der 7. März steht im Zeichen des Kreuzwegs mit Texten von Paul Claudel und Orgelimprovisationen von Thomas Lischik. Weiter geht es am 14. März mit „Sei du uns zugewandt“. Ein sechsköpfiger Chor singt, coronakonform, Hoffnungsgedanken in neuen geistlichen Liedern. „Dabei handelt es sich um modernere Klänge, die nicht im Gotteslob stehen, in die Zeit passen und den Blick erweitern sollen. Singen in Kleingruppen ist übrigens erlaubt“, versichert Pastoralreferentin Anja Möllers . Den Abschluss am 21. März bilden gregorianische Gesänge und Orgelmusik von Tomasz Łuszczek sowie Motetten.

Die Menschen brauchen gerade in dieser Zeit Hoffnung.

Anja Möllers

Optisch ergänzt wird das Programm durch eine aufgestellte „Klagemauer“, in der auf kleine Zettel aufgeschriebene Sorgen hineingesteckt werden können. Der Korpus Jesu hängt im Mittelgang zwischen den Bankreihen. So sei man ihm ein Stück näher. Dahinter ist ein großes Banner zu erkennen, das von der Kirchendecke bis zum Boden reicht. „Ich hebe meine Augen auf zu dir“ steht darauf.

Pastor Bernd Haane zitiert dazu den 2019 in Münster verstorbenen Theologen Johan Baptist Metz: „Er hat gesagt, Religion ist Unterbrechung. Diese drei Zeichen in der Kirche stellen eine optische und gedankliche Unterbrechung dar. Der Sinn der Fastenzeit ist: Kehre um, Gott ist mit dir auf deinem Weg.“ Viele Menschen hätten, nicht nur in der Pandemie, ihr Stück zu tragen. Der Blick solle sich aber nach oben richten, denn es gehe immer weiter. „Die Menschen brauchen gerade in dieser Zeit Hoffnung“, sagt Anja Möllers.

In der Lambertikirche stehen 120 Plätze zur Verfügung. In der Fastenzeit bietet die Kirchengemeinde außerdem jeden Freitag von 16 bis 17 Uhr in der Lambertikirche die Möglichkeit, Gespräche mit einem Mitglied des Seelsorgeteams zu führen.

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