Entwicklungsgefährdungen im Homeschooling
Bildungsschere geht auseinander

Ochtrup -

Digitaler Unterricht von zu Hause ohne Klassenzimmer: Diese Erfahrung haben Schülerinnen und Schüler in der Pandemie über viele Wochen gemacht. Einige mit guten Ergebnissen, andere hinken hingegen hinterher. Vor dieser Entwicklung warnt der Kinderarzt Dr. Moudjahid Abu Tair. Von Alex Piccin
Mittwoch, 24.02.2021, 05:55 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.02.2021, 05:55 Uhr
Den erhöhten Medienkonsum im Lockdown sieht Kinderarzt Dr. Moudjahid Abu Tair für die Entwicklung des Nachwuchses kritisch.
Den erhöhten Medienkonsum im Lockdown sieht Kinderarzt Dr. Moudjahid Abu Tair für die Entwicklung des Nachwuchses kritisch. Foto: Arne Dedert/dpa
Die Bildungs-Ungleichheit sei im Lockdown massiv verstärkt worden, sagt Dr. Moudjahid Abu Tair. Der Kinderarzt hat in seiner Praxis die Erfahrung gemacht, dass das Homeschooling für seine Patienten wie auch für die Eltern eine Belastung ist – sowohl psychisch als auch in der Bildungsfrage. Neben dem eingeschränkten Sozialleben komme es auch zur Bildungsungerechtigkeit. „In den Familien, in denen diese Probleme vorher gemäßigt aufgetreten sind, ist es jetzt schlimm“, hat Abu Tair beobachtet. Das stehe auch mit Bildungsferne und Bildungsnähe in Zusammenhang: „Die Familien, in denen es vorher keine Probleme gegeben hat, schaffen es durch diese Zeit, wenngleich ihnen die Grenzen aufgezeigt werden. Allerdings dort, wo der Medienkonsum hoch ist, ist es bisweilen katastrophal.
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