Viele Coronainfizierte in Ochtrup: Appell der Bürgermeisterin
Nicht in Panik verfallen

Ochtrup -

Bis Ende Januar ging die Zahl der Corona-Infizierten in Ochtrup zurück. Seitdem steigen wieder an. Stadtverwaltung und Bürgermeisterin sind ob dieses Trends besorgt, raten aber zur Besonnenheit.

Mittwoch, 24.02.2021, 10:36 Uhr aktualisiert: 24.02.2021, 10:40 Uhr
Fieberkurve: Nach einem Rückgang bis Ende Januar ist die der Zahl der Corona-Infizierten in den vergangen Wochen wieder gestiegen.
Fieberkurve: Nach einem Rückgang bis Ende Januar ist die der Zahl der Corona-Infizierten in den vergangen Wochen wieder gestiegen. Foto: pic

Dem allgemeinen Trend folgend, sind die Corona-Infektionszahlen mit dem zweiten Lockdown im Herbst zunächst auch in Ochtrup deutlich gesunken (wir berichteten). Ende Januar lag die niedrigste Fallzahl bei elf, und im Ordnungsamt der Stadt freute man sich bereits: „Nächste Woche kommen wir in den einstelligen Bereich!“

Anfang Februar dann die Ernüchterung. „Die Zahlen stiegen nach und nach wieder an, im Moment liegen sie in Ochtrup fast wieder so hoch wie zu den schlechtesten Zeiten im Dezember 2020“, informiert die Kommune in einem Pressebericht. Ein konkreter Grund lasse sich dafür nicht ausmachen. Verwaltung und Bürgermeisterin Christa Lenderich erfüllt die Entwicklung mit Sorge. „Es gibt in Och­trup keinen Hotspot, der für die steigenden Infektionszahlen verantwortlich wäre. Überwiegend tritt das Virus in der häuslichen Umgebung und im privaten Umfeld auf“, wendet sich Lenderich in einem Appell an die Ochtruper. Die Analyse der Zahlen zeige: Alle Generationen seien betroffen, zumal sich naturgemäß ganze Familien und Hausgemeinschaften infizierten.

Es sei nun wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Leider führe die Gewöhnung an die außergewöhnliche Lage oft dazu, dass die Maßnahmen nachlässiger befolgt würden. „Bleiben Sie wachsam im Umgang mit der Infektionsgefahr. Reduzieren Sie ihre persönlichen Kontakte auf ein Minimum. Ich weiß, wie schwer das fällt, und wie lang die Zeit uns allen wird. Trotzdem ist es notwendig, dass wir weiterhin besonnen handeln und uns solidarisch gegenüber den Menschen zeigen, die auf besonderen Schutz angewiesen sind“, so Lenderich.

Die Öffnung von Kitas und Grundschulen sowie die Einführung des Präsenzunterrichts für Abschlussklassen an weiterführenden Schulen habe ihre unbestrittene pädagogische Berechtigung. Es werde aber weiterhin alles dafür getan, die Hygienestandards einzuhalten.

Umso mehr sei nun Eigenverantwortung und Disziplin im privaten Umfeld und am Arbeitsplatz gefragt. „Wir brauchen nun eine gemeinsame Kraftanstrengung, um die Pandemie für die kommenden Monate bestmöglich in Schach zu halten“, sagte Lenderich. Um sie dauerhaft zu besiegen, müssten sich zudem so viele Menschen wie möglich impfen lassen. Wer in diesem Zusammenhang Hilfe benötige, könne auf die Mitarbeiter der Stadt zählen.

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