Wechselunterricht an den Grundschulen
Koordination der Schülergruppen funktioniert

Ochtrup -

Die Freude an den drei Ochtruper Grundschulen ist groß: Seit Montag findet dort wieder Präsenzunterricht statt. Nach zwei Schultagen zeigten sich die Leiterinnen der Lamberti-, Marien- und Von-Galen-Schule am Dienstag im WN-Gespräch zufrieden. Das Modell des Wechselunterrichts funktioniert offenbar.

Dienstag, 23.02.2021, 18:43 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 18:50 Uhr
Ein bunt bemaltes Banner begrüßte die Kinder Von-Galen-Schule in Langenhorst.
Ein bunt bemaltes Banner begrüßte die Kinder Von-Galen-Schule in Langenhorst. Foto: Nicole Stienemann

„Jede Klasse ist geteilt worden. Die eine Gruppe kommt montags und mittwochs, die andere dienstags und donnerstags, freitags kommen beide Gruppen im Wechsel“, erklärt Katja Bahlinghorst das Prinzip, das an allen drei Grundschulen gilt. Bahlinghorst spricht von einem „tollen Start“ mit selbstgemalten Begrüßungsbannern für die Kinder und Urkunden für die Eltern, die sich in den vergangenen Wochen beim Homeschooling tapfer geschlagen hätten. An den beiden Standorten in Langenhorst und Welbergen klappte die Koordination der Kinder ohne Probleme. Bahlinghorst lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Hilfreich sei zudem das Aufstocken der Stunden für die Kräfte im Bereich der außerschulischen Betreuung gewesen.

Kommunikation mit Eltern

An der Marienschule sind aktuell mit 60 Kindern vergleichsweise viele Schüler in der Notbetreuung. Insgesamt galt es für Schulleiterin Christiane Wanschers , 17 Gruppen pro Schultag zu koordinieren. Doch auch das hat funktioniert. Umso wichtiger sei jetzt der Infektionsschutz. Wobei die verschiedenen Maßnahmen für die Kinder mittlerweile zum Alltag gehörten.

Für einige Eltern sei die Umstellung auf das neue Wechselmodell zunächst verwirrend gewesen, erzählt Wanschers. Einige unter ihnen seien der deutschen Sprache nicht mächtig oder Analphabeten. Da helfe auch der beste Elternbrief nicht weiter. Insgesamt ist die Schulleiterin aber erleichtert, dass mit der Öffnung der Schulen ein erster Schritt in Richtung Normalität gemacht sei. „Es ist für viele Familien schwierig“, weiß sie, dass so manche Mutter und so mancher Vater in den vergangenen Wochen an ihre Grenzen gestoßen sind. Auch bei den Kindern lasse die Motivation nach, ihnen fehle der Austausch mit Gleichaltrigen. „Die Kinder sind ständig unter Aufsicht. Man merkt richtig, wie gut es ihnen tut, auch mal unbeobachtet zu sein“, hat sie festgestellt.

Süße Begrüßung an der Marienschule in Ochtrup.

Süße Begrüßung an der Marienschule in Ochtrup. Foto: Christiane Wanschers

Digitales Arbeiten parallel weiterlaufen lassen

An der Lambertischu­le war die Freude ob der Schulöffnung ebenfalls groß. Rektorin Marlies Lütkehermölle erinnert aber auch daran, das digitale Arbeiten parallel weiterlaufen zu lassen, damit niemand etwas verlernt – Schüler und Lehrer. „Das, was die Kollegen in den vergangenen Wochen gelernt haben, hätten sie sonst in fünf Jahren nicht gelernt“, ist sie überzeugt.

An allen drei Grundschulen setzen die Lehrkräfte derzeit auf eine kreative, aktive und „zettelarme“ (Bahlingshorst) Gestaltung des Unterrichts. Wichtig sei zudem, mit den Schülern ins Gespräch zu kommen, betont Wanschers.

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