37-jähriger Ochtruper entgeht Haft nur knapp
Erneute Bewährungsstrafe nach Fahren ohne Fahrerlaubnis

Ochtrup -

Vom Amtsgericht Steinfurt ist ein 37 Jahre alter Mann aus Ochtrup jetzt verurteilt worden. Ihm wurde zur Last gelegt, ohne gültige Fahrerlaubnis ein Pkw geführt zu haben. Der Ochtruper ist in der Vergangenheit bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Dennoch setzte die Richterin die Strafe ein letztes Mal zur Bewährung aus.

Donnerstag, 04.03.2021, 18:00 Uhr aktualisiert: 10.03.2021, 18:24 Uhr
Ein 37-jähriger Ochtruper ist von einer Richterin im Amtsgericht Steinfurt zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Ein 37-jähriger Ochtruper ist von einer Richterin im Amtsgericht Steinfurt zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Foto: Alex Piccin

Ein letztes Mal kam am Mittwoch ein 37 Jahre alter Mann aus Och­trup beim Amtsgericht Steinfurt mit einer Bewährungsstrafe davon. Wegen Fahrens ohne gültiger Fahrerlaubnis verurteilte ihn die Richterin zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe, die noch einmal zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Staatsanwaltschaft hielt eine Bewährung nicht mehr für angemessen.

Im September des vergangenen Jahres befuhr der Angeklagte mit dem Pkw eines Bekannten die Professor-Gärtner-Straße in Ochtrup, wo er bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle von der Polizei angehalten wurde und sich herausstellte, dass er keinen Führerschein besitzt. Vor Gericht gab der Ochtruper die Tat ohne Umschweife zu. Er wollte am Auto des Bekannten den Auspuff reparieren und einen Ölwechsel vornehmen und habe deshalb eine Probefahrt unternommen, um sich auf die anstehenden Arbeiten vorzubereiten.

Bereits im Juli 2020 war der Angeklagte ebenfalls wegen Fahrens ohne Führerschein zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt war. Insofern galt der 37-Jährige als Bewährungsversager. Dazu kam im November wegen des gleichen Deliktes eine Verurteilung zu weiteren sechs Monaten Haftstrafe, die in das Urteil am Mittwoch einbezogen wurde.

Die Arbeitsauflage soll Ihnen helfen, Ihren Alltag verlässlich zu strukturieren und die Rahmenbedingungen für ein straffreies Leben stabilisieren.

Richterin

Positiv für den Angeklagten wirkte sich die geständige Einlassung in der Verhandlung aus. Gegen ihn sprachen allerdings eine Reihe von einschlägigen Vorstrafen, die im Bundeszentralregister verzeichnet waren. Dennoch, so die Richterin in der Urteilsbegründung, ließen der Rückhalt seiner Familie und das glaubhafte Bemühen um eine feste Arbeitsstelle eine positive Sozialprognose zu. Zusätzlich hat der Ochtruper 80 Stunden gemeinnützige Arbeit nach Weisung seines Bewährungshelfers abzuleisten.

„Die Arbeitsauflage soll Ihnen helfen, Ihren Alltag verlässlich zu strukturieren und die Rahmenbedingungen für ein straffreies Leben stabilisieren“, sagte die Richterin an den Verurteilten gewandt. Er habe es selbst in der Hand, aus dem latenten Abgleiten in die Illegalität, das sein Fehlverhalten zur Folge habe, den Weg in ein geordnetes und straffreies Leben zu finden, hoffte die Richterin in ihrem Schlusswort an den reuigen Straftäter.

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