Corona: Hausärzte impfen nach Ostern auch in Ochtrup
„Schwerkranke Patienten und Härtefälle gehen vor“

Ochtrup -

Nun soll es losgehen mit den Impfungen in den Hausarztpraxen. Die Ärzte in der Töpferstadt erwarten eine Lieferung von 50 bis 60 Dosen der Firma Biontech. „Nicht viel und auch nicht genug“, sagt der Sprecher der Ochtruper Ärzte, Dr. Sebastian Gesenhues, „aber immerhin ein guter Anfang.“

Freitag, 02.04.2021, 14:00 Uhr
Ab der kommenden Woche wollen auch die Hausärzte in Ochtrup ihre Patienten gegen das Coronavirus impfen.
Ab der kommenden Woche wollen auch die Hausärzte in Ochtrup ihre Patienten gegen das Coronavirus impfen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentra

Ab der kommenden Woche soll in Och­trup auch in Hausarztpraxen gegen das Coronavirus geimpft werden. Soll, ist dabei das entscheidende Wort, wie der Sprecher der Ochtruper Ärzte, Dr. Sebastian Gesenhues , betont. „Wir haben Impfstoff bestellt und hoffen, dass er kommt.“ Aber bei der derzeitigen Situation glaube auch er erst daran, wenn der Impfstoff am Dienstag tatsächlich geliefert wird.

Lieferung am Dienstag nach Ostern

Rund 20 Dosen mit Impfstoff von Biontech /Pfizer werden die beteiligten Arztpraxen ihren Patienten spritzen können. Insgesamt habe die Ärzteschaft der Stadt nur 50 bis 60 Dosen bestellen dürfen. „Das ist sehr wenig“, gibt Gesenhues zu. „Wir hoffen natürlich, dass wir auf Dauer erheblich mehr Impfstoff erhalten.“

Wenn alles klappt, und die begehrten Fläschchen am Dienstag geliefert werden, soll am Mittwoch mit den Impfungen begonnen werden. „Wir werden zuerst ältere schwerkranke Patienten impfen“, sagt Gesenhues. Das seien jene, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit an einer Covid-19-Infektion schwer erkranken oder auch sterben könnten“, erklärt der Mediziner. „Wir werden das individuell entscheiden“, betont Gesenhues, wenn auch die Priorisierungsliste vorgebe, zunächst auf jeden Fall die betagteren Patienten mit einer Impfung zu versorgen.

Urlaub unterbrochen

Eigentlich hatten Gesenhues und seine Praxismitarbeiter in den Osterferien ein paar freie Tage geplant. Aber Impfen gehe vor und dafür werde der Urlaub gerne unterbrochen, versichert der Sprecher der Ochtruper Ärzte. Gesenhues betont ausdrücklich, dass es sich jetzt noch nicht lohne, zu versuchen, einen Impftermin bei seinem Hausarzt vereinbaren zu wollen. „Wir sprechen die besonders bedürftigen Patienten erst einmal selbst an. „Wir wissen, dass die Nachfrage deutlich größer ist“, sagt er und berichtet davon, dass in den vergangenen Tagen das Telefon in seiner Praxis kaum still stand. Sollte – wie von der Politik angekündigt – in zwei bis drei Wochen mehr Impfstoff zur Verfügung stehen, würden auch Termine abgemacht. Aber für die erste Zeit macht Gesenhues den Bürgern keine Hoffnung. „Die schwerkranken, besonders gefährdeten Härtefälle gehen vor.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7897559?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nachrichten-Ticker