Reaktivierungspläne: Am 2. März Versammlung in Westerkappeln
Nordbahn-Befürworter hoffen auf Termin beim Minister

Westerkappeln/Recke/Mettingen -

Knapp zwei Monate hat die im vergangenen Herbst gegründete Bürgerinitiative Tecklenburger Nordbahn (BI) wenig von sich hören lassen. Doch hinter den Kulissen sinen die Mitglieder, die sich für die Reaktivierung der Zugstrecke Osnabrück - Recke einsetzen, nach eigenen Angaben fleißig gewesen. Jetzt hofft die BI auf einen Termin beim NRW-Verkehrsminister.

Dienstag, 02.02.2016, 12:02 Uhr

 
Ein Personenzug im Westerkappelner Bahnhof. Das Foto entstand bei einer Sonderfahrt im Jahr 2013. Foto: Ulrike Havermeyer

Knapp zwei Monate hat die im vergangenen Herbst gegründete Bürgerinitiative Tecklenburger Nordbahn (BI) wenig von sich hören lassen. Doch hinter den Kulissen seien die Mitglieder, die sich für die Reaktivierung der Zugstrecke Osnabrück - Recke einsetzen, fleißig gewesen, berichtet Schriftführer Reinhard Kampling nach der jüngsten Beiratssitzung auf Anfrage.

Im Fokus habe zuletzt die Erarbeitung einer Vereinssatzung gestanden, berichtet Kampling. Denn das Ziel laute „e.V.“, „damit wir auch Spendenquittungen ausstellen dürfen“, so Kampling. Eingetragene Vereine, deren Gemeinnützigkeit amtlich anerkannt ist, haben dieses Privileg.

„Thomas Kubendorff (ehemaliger Landrat des Kreises Steinfurt – Anm.d.Red.) hat den 15-seitigen Entwurf vorgestellt. Er ist ja Volljurist und spricht mit Amtsgericht und Finanzamt“, berichtet Kampling. Am 2. März will die BI dann ihre Mitglieder zu einer Versammlung nach Westerkappeln einladen, wo der Satzungsentwurf zur Abstimmung gestellt werden soll. Apropos Mitglieder: Die BI hat laut Kampling aktuell 80 aus elf Kommunen. Weitere Mitgliedsanträge lägen aber schon vor. Sitz des neuen Vereins soll Recke sein.

Auch inhaltliche Entscheidungen hat der Beirat getroffen. Neben dem Hauptziel Reaktivierung wurden weitere Absichten schriftlich fixiert: Erhalt und möglichst weiterer Ausbau der Schienenstrecke über Obersteinbeck, Uffeln, Gewerbegebiet Hörstel bis nach Rheine, Sanierung/Attraktivierung der Haltepunkte sowie deren Anbindung an den Busverkehr und die Integration der neuen Tecklenburger Nordbahn in das weitere Fern- und Nahverkehrsnetz.

Möglichst bald wollen die Nordbahnaktivisten auch bei NRW-Verkehrsminister Michael Groschek vorstellig werden, „um unser Anliegen dem Minister aus erster Hand vorzutragen“, wie Kampling sagt. Er zeigt sich zuversichtlich, dass das klappt, „denn viele von uns kommen ja aus der Politik und sind gut vernetzt, dabei aber absolut überparteilich“.

Die seit Langem erwarteten Ergebnisse der „Vorentwurfsplanung“ zur Reaktivierung liegen nach wie vor nicht vor. Das könne noch bis März dauern, sagt Markus Rümke vom Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland (ZVM) auf Anfrage. Mit den beteiligten Kommunen sei man diesbezüglich „im Gespräch“.

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