Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bramsche hat aufgerüstet
Für eine frei Fahrt

Bramsche/Tecklenburger Land -

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bramsche hat aufgerüstet: Das neue Streckenkontrollboot „Hase“ hat seine Arbeit auf dem Mittellandkanal aufgenommen. Mit der aktuellen Technik kann die Besatzung beispielsweise potenzielle Gefahren unter Wasser erkennen.

Samstag, 20.01.2018, 20:01 Uhr

Schiffsführer Thomas Ohl und Außenbezirksleiter Matthias Pusch auf dem neuen Boot „Hase“.
Schiffsführer Thomas Ohl und Außenbezirksleiter Matthias Pusch auf dem neuen Boot „Hase“. Foto: Bastian Rabeneck

Die „Hase“ löst nach 20 Jahren ihren Vorgänger, die „Nette“, als Streckenkontrollboot auf dem Mittellandkanal ab. Die veraltete Technik der „Nette“ erschwerte die Arbeit zunehmend. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) mit Hauptsitz in Minden entschied sich deshalb für ein zeitgemäßes Modell auf dem neuesten Stand der Technik. „Damit können wir auch weiterhin unserer Aufgabe gerecht werden, unseren Streckenabschnitt betriebsfähig zu halten“, erklärt Matthias Pusch. Seit Jahresbeginn ist er der Außenbezirksleiter für die WSA-Außenstelle Bramsche.

Stolze 846 000 Euro hat die 16 Meter lange und vier Meter breite „Hase“ gekostet. 111 000 Euro davon entfallen auf die Vermessungstechnik. „Wir sind unter anderem mit einer Peilanlage ausgestattet, mit der wir Tiefenmessungen durchführen“, erklärt Thomas Ohl , einer der beiden zuständigen Schiffsführer. Mit dem Gerät können Hindernisse unter Wasser, die für andere Schiffe potenziell gefährlich sind, frühzeitig erkannt und im Anschluss unschädlich gemacht werden. Zur Ausrüstung gehören darüber hinaus ein Radar, ein Navigationssystem, Echolot, eine Funkanlage und ein Kamerasystem, das eine komplette Rundumsicht um das Boot ermöglicht.

„Außerdem haben wir jetzt einen eigenen Stromerzeuger an Bord“, erklärt Ohl. Zuvor habe er bei Bedarf das Boot jedes Mal mit einem externen Generator beladen müssen.

Neben der Tiefenmessung hat die „Hase“ mit ihren 350 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 18 km/h zahlreiche weitere Aufgaben. Sollte es auf dem Mittellandkanal einmal zur Havarie kommen, wird das Boot ebenfalls zu Hilfe gerufen. Bei Bauarbeiten an Brücken kommt die „Hase“ ebenfalls zur Sperrung betroffener Wasserstraßen zum Einsatz. Außerdem ist die Besatzung dafür zuständig, regelmäßig die Schifffahrtszeichen und Schleusen entlang des Kanals zu kontrollieren und zu warten. Die Bramscher WSA-Außenstelle ist mit ihrem Boot für die Sicherheit auf einem 43 Kilometer langen Kanalabschnitt von Hörstel und Recke über Westerkappeln und Bramsche bis Kalkriese verantwortlich.

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