Saerbeck
Kompromiss für Falke

Mittwoch, 14.04.2010, 12:04 Uhr

Saerbeck - „Sind Sie zufrieden mit der Lösung?“ Joachim Peters , Vorsitzender des SC Falke , lacht: „Darauf kann ich nur eine falsche Antwort geben“, sagt er. „Darum gebe ich besser gar keine.“

Der Hintergrund für Peters Klemme: Der Verein wünscht sich seit Jahren neue Umkleiden. Die alten sind marode und obendrein viel zu klein. Falke hat schon ernsthaft daran gedacht, Mädchen-Mannschaften zurückzuziehen, weil der Platz einfach nicht ausreicht. Angesichts dieser Probleme hatten die meisten Parteien vor der Kommunalwahl signalisiert, dass Falke unbedingt geholfen werden muss. Doch nun ist das Haushaltsloch dazwischen gekommen. Bei einem Fehlbetrag von 1,9 Millionen, der zwischen Ausgaben und Einnahmen derzeit klafft, lassen sich mehrere 100 000 Euro für das Projekt Falke-Umkleiden nicht stemmen. Um dem Verein dennoch zu helfen, bietet die Gemeinde allerdings an, dass die Mannschaften die Umkleiden in der Hermann-Berg-Sporthalle nutzen können - zwei Umkleiden für jeweils 30 Spieler mit einem großen Duschraum und zwei Umkleiden für jeweils 15 Spieler mit einer kleinen Dusche gibt es dort. „Falke muss seine Veranstaltungen rechtzeitig anmelden“, erläuterte der Gebäudemanager der Gemeinde, Ludger Greiling am Montag im Schul- und Sportausschuss. „Dann sorgen wir dafür, dass die Räume anschließend auch geputzt werden.“ Dieser Service soll den Verein nichts kosten. „Das ist großzügig“, zeigte sich Peters in dieser Hinsicht zufrieden.

Eine Schwierigkeit, die der Verein sieht, ist der Umstand, dass die Tür zu den Umkleiden an der Giebelwand der Halle zufällt. Es bestünde zwar die Möglichkeit, dort einen Stopper einzubauen. Dann aber wären die Umkleiden nicht vor Diebstahl geschützt. Deshalb sollen nur die Trainer Schlüssel bekommen - was in der Praxis oft umständlich sein dürfte. Aber für eine gewisse Übergangszeit will Falke sich darauf einlassen. „Aber der Neubau der Umkleiden ist nach wie vor unser Ziel“, betonte Peters gegenüber den WN, dass die Zufriedenheit eben auch ihre Grenzen hat. Schon aus energetischen Gründen sei dies nicht zu umgehen. Der eigentliche Treff mit Theke dagegen müsse nicht erneuert werden. „Mit der Situation dort können wir leben.“

Am Dienstag nun besichtigte der Schulausschuss die Räume in der Hermann-Berg-Halle und ließ sich darüber informieren, dass die Umkleiden Falke grundsätzlich ab 15.30 Uhr zur Verfügung stehen können. Der Ausschuss stellte sich einstimmig hinter die getroffene Regelung. Ausschussvorsitzender Florian Bücker: „Das ist eine gute Regelung für eine Übergangszeit.“ Und auch Peters lässt sich doch noch zu einem diplomatischen Kommentar bewegen: „Es wird helfen, die Situation zu entschärfen.“

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