Saerbeck
Als die Frauen politisch wurden

Freitag, 13.08.2010, 17:08 Uhr

Saerbeck - Nein, der Bauspielplatz wurde nicht von Kolping erfunden. Der Bauspielplatz ist ein „Kind“ der Frauenunion. 1982 schon lud die Frauenorganisation der CDU , unterstützt von der kfd, unter dem Motto „Komm, wir bauen ein Kinderdorf“ zu einer zweiwöchigen Ferienspaß-Aktion ein. „Wir wollten was für Kinder machen“, beschreibt Rita Niehues , lange Jahre Vorsitzende der Frauenunion und Mitglied der ersten Stunde, das Anliegen.

Gegründet wurde die Frauenunion allerdings schon zwei Jahre vorher - wenn auch nicht unter diesem Namen, Als „Kontaktgruppe“ zur CDU wurde sie im April 1980 ins Leben gerufen. 30 Frauen trafen sich auf Anhieb, Paula Niehoff wurde erste Vorsitzende, Maria Deitermann übernahm danach die Geschäfte, ehe Rita Niehues für viele Jahre das Amt ausübte. „Wir haben gesagt: Es muss nicht jeder in der CDU sein“, erinnert sich Rita Niehues. Allerdings kümmerte sich damals Kreisvorsitzende Otti Hüls ein wenig um die frisch gebackene Saerbecker Gruppe. „Und die hat immer ein wenig Druck ausgeübt, damit wir uns Frauenunion nannten“, schmunzelt Rita Niehues.

Doch das war erst später. Im Jahr nach der Gründung starteten die CDU-Frauen ihre Aktion „Päckchen für Polen“. Für solche Aktionen gab es immer viel Unterstützung. Die politische Arbeit im engeren Sinne wurde von einer kleineren Gruppe getragen - Paula Niehoff, Rita Niehues, Annette Willebrandt, Maria Deitermann, Maria Loheide, Ute Kösters und andere waren im Rat, in den Ausschüssen und der CDU aktiv. Andere engagierten sich bei der jährlichen Betreuung eines Altennachmittags oder bei den Ferienspaß-Angeboten, die es auch heute noch gibt. Und die Radtouren, Firmenbesichtigungen und Vorträge der Frauenunion, beispielsweise zum Thema Scientology oder zum Thema Gewalt gegen Frauen, lockten auch Nichtmitglieder immer wieder zur CDU-Untergruppierung. Wichtige politische Anliegen waren der Familienpass und die Übermittagsbetreuung für Kinder - und beides wurde in Saerbeck erreicht. „Ich erinnere mich gut, wie ich 2001 mit sieben Frauen und dem Bürgermeister überlegt habe, wie wir eine Betreuung für unsere Kinder organisieren könnten“, sagt Sefika Rahe, die seit kurzem Nachfolgerin von Rita Niehues ist. „Und was haben wir seither in Saerbeck in dieser Beziehung nicht alles erreicht?“

» Gefeiert wird das Jubiläum beim Glühweinabend im November. Infos gibt es bei Sefika Rahe unter ' 90 26 46.

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