Saerbeck
„Eine gute Erfahrung“

Montag, 17.01.2011, 17:01 Uhr

Saerbeck - „Das war eine sehr gute Erfahrung, kann ich nur empfehlen“, schätzt Maarit Lange ihr Praktikum bei der Caritas ein. Zusammen mit zehn weiteren Schülerinnen aus dem zehnten Jahrgang der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) nahm sie am Freitag ihren „ Sozialführerschein “ aus den Händen von Caritas-Ehrenamtskoordinatorin Beate Rotert und Christian Kiewit vom Heimbeirat des Grotthoff-Dahlmann-Stifts entgegen.

Der Pädagogik-Lehrer Hermann Schmidt hatte die Mädchen für diese ehrenamtliche Fortbildung in ihrer Freizeit angeworben und war dabei überrascht, dass manche mitmachen wollte, die er zuvor gar nicht dafür eingeschätzt hätte. Die Schülerinnen beschäftigten sich zunächst in einem sechsstündigen Theorieteil mit Mitarbeitern der Caritas mit den Themen Behinderungsbilder, Grundlagen der Kommunikation und Gebärdensprache. Im Anschluss absolvierten sie 30 Praxisstunden in den Wohn- und Freizeitangeboten des Caritas-Fachbereichs „Hilfen für Menschen mit Behinderung“. In Emsdetten im Grotthoff-Dahlmann-Stift und im Haus Mirjam, in Greven im Haus Tobias und im ambulanten betreuten Wohnen arbeiteten die jungen Frauen mit Menschen mit verschiedenen Behinderungen, insbesondere auch Hörgeschädigten. Sie nahmen an Theatergruppen und Musikangeboten teil, lernten Besonderheiten etwa der Wohngemeinschaften kennen und erhielten Einblicke in die besonderen Bedürfnisse der Caritas-Klienten und in die Arbeit der Fachkräfte, die sie begleiteten. Sie kauften mit den Bewohnern der Häuser ein, spielten mit ihnen, kochten mit ihnen. Dabei machten sie sich offensichtlich durchaus beliebt: „Du kannst gerne noch mal mit zur Musikband kommen“, lud Christian Kiewit zum Beispiel Sara Helmig ein, als er ihr das Zertifikat überreichte.

Lehrer Hermann Schmidt ist überzeugt davon, dass der „Sozialführerschein“ und das damit bescheinigte Engagement nicht nur einen persönlichen Fortschritt bedeuten, sondern auch in Bewerbungsmappen von Vorteil sind. Gerade, wenn man sich auf Ausbildungsstellen im sozialen Bereich bewirbt, was sich Schülerin Maarit Lange „durchaus vorstellen“ kann. Das Angebot, den „Sozialführerschein“ zu machen, habe interessant geklungen, sagte sie, eine gute Möglichkeit, Einblick in dieses Berufsfeld zu bekommen.

In ihrer Konfirmandengruppe betreut sie auch ein Mädchen mit Behinderung, was sie zusätzlich motivierte. Aus den 30 Stunden Praktikum hat sie allerdings die Erkenntnis gezogen, dass die Arbeit mit Menschen mit Behinderung anstrengend und zeitaufwendig sein kann. Aber eben auch „eine sehr gute Erfahrung, kann ich nur empfehlen“.

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