Saerbeck
Hoffen auf Geld aus Berlin

Dienstag, 28.06.2011, 17:06 Uhr

Saerbeck - Die Hängepartie bei der Anschlussförderung der 500 Mehrgenerationenhäuser (MGH) in Deutschland und damit auch des Hauses der Kolpingfamilie in Saerbeck geht weiter. Sicher ist weiterhin, dass das erste Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums im kommenden Jahr ausläuft. Dann würden der Kolpingfamilie ab April 2012 pro Jahr 40 000 Euro fehlen, die bisher als Anschubfinanzierung geflossen sind.

Beim „Tag der Mehrgenerationenhäuser“ Anfang Juni in Berlin hat nun der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Hermann Kues , ein Folgeprogramm angekündigt. Das berichtete jetzt MGH-Leiterin Astrid Julia Künzl, die das Treffen besuchte. Während inhaltliche Details und Anforderungen an das Programm der Häuser bereits feststehen, bleibt eine konkrete Bewerbung auf die Gelder allerdings unmöglich. „Die Bewerbungsphase für das neue Aktionsprogramm beginnt Anfang Juli 2011“, kündigt das Ministerium eher vage an. Dann können sich 500 Häuser auf 450 Förderungen bewerben, für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt eines. 50 sollen durchs Raster fallen.

Im Kreis Steinfurt existiert ein zweites MGH, das der Deutsche Kinderschutzbund in Rheine betreibt. In Saerbeck gehen die Kolpingfamilie und die Gemeindeverwaltung allerdings davon aus, dass das hiesige MGH die Anschlussförderung erhält, auch weil das bestehende Programm gut zu den neuen, noch stärker generationenübergreifenden Anforderungen passt. Ein Knackpunkt bleibt: Der Bund will nur noch 30 000 Euro jährlich zahlen. Die restlichen 10 000 Euro sollen das Land oder die jeweilige Standortgemeinde aufbringen. Ein entsprechender Antrag ist bereits an die Gemeinde gestellt, sagte Astrid Künzl.

Nach ihren Informationen beginnt Anfang Juli eine sechswöchige Bewerbungsfrist um die Bundesmittel. Das Folgeprogramm soll zum Januar 2012 starten. Immerhin dieser Termin ist eine neue und positive Nachricht. Denn gesetzt den Fall, dass das Saerbecker MGH ins Bundesprogramm fällt und die 10 000 Euro zusätzlich bekommt, liefe die Finanzierung ohne Unterbrechung durch.

Seit dem Herbst 2010 versucht die Kolpingfamilie in Berlin Klarheit über die finanzielle Zukunft zu bekommen. Die Ankündigung des Anschlussprogramms datiert aus November 2010. Dass die Anträge nach diesen vielen Monaten nun voraussichtlich ausgerechnet in den Sommerferien eingereicht werden sollen, stößt bei MGH-Leiterin Künzl auf wenig Verständnis.

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