Saerbeck
Vorsichtig beschnuppern

Sonntag, 24.07.2011, 14:07 Uhr

Saerbeck - Die fünf Kindergärten in Saerbeck nehmen im Sommer 99 Kinder neu auf. 39 Kinder sind dabei unter drei Jahre alt (U3), zusätzlich vier unter zwei Jahre alt (U2). Ein weiteres Ergebnis der WN-Abfrage unter den Leiterinnen der Einrichtungen: Ihnen zufolge gibt es aktuell keine Wartelisten für U3-Betreuung. In Zusammenarbeit mit Spielgruppen und Tageseltern konnten alle Elternwünsche erfüllt werden. „Der Bedarf im U3-Bereich ist in Saerbeck abgedeckt“, sagte Annegret Eiterig, Leiterin der Kindertagesstätte Sonnenschein in Trägerschaft der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland .

Auch Petra Wieling, die neue Leiterin des Kreativkindergartens St. Marien (Träger: Kirchengemeinde St. Georg) betonte, dass keine U3-Anfrage abgelehnt werden musste. Sechs der 20 Neuaufnahmen sind zwei Jahre alt. Für die Altersgruppe von drei bis sechs Jahren hat der St.-Marien-Kindergarten noch zwei Plätze frei.

Im Kindergarten Emilia (Träger: Evangelische Jugendhilfe) sind sechs der 14 Neuaufnahmen jünger als drei Jahre. Wie in den meisten anderen Kindergärten kommen sie in eine Gruppe des so genannten Typs I für Kinder von zwei bis sechs Jahren. Wie die Leiterin Alexandra Vos erklärte, wird in diesem Zwei-Gruppen-Kindergarten altersmäßig aufgeteilt: Die Zwei- bis Vierjährigen beginnen in der Gelben Gruppe und wechseln später in die Grüne Gruppe mit Kindern von vier bis sechs Jahren.

Eine besondere Rolle nimmt der neue Kindergarten Kaleidoskop (Träger ebenfalls die Evangelische Jugendhilfe) ein. Dort werden in einer Gruppe des Typs II Kinder von null bis drei Jahren aufgenommen. Alle vier Neuaufnahmen im Sommer sind jünger als zwei Jahre. Ein ebenfalls besonderes Angebot stellt der Kindergarten Burg Funkelstein in Trägerschaft des DRK in den Vordergrund. Neben zwölf U3-Plätzen bietet er als Schwerpunkt bis zu zehn integrative Plätze für Kinder mit Behinderung.

Für alle 99 Kinder ist der Weg in den Kindergarten auch ein Schritt heraus aus der gewohnten Umgebung des Elternhauses und ein Loslassen von Mama und Papa. Die Kindergärten in Saerbeck versuchen, diesen Schritt für die Kinder und auch die Eltern möglichst sanft zu gestalten.

Im Emilia-Kindergarten zum Beispiel setzt man für die Übergangsphase auf eine Reihe von frühzeitigen Besuchstagen. Dabei kommen die „Neulinge“ mit Eltern stundenweise in die Einrichtung, können die Räume, andere Kinder und die Erzieherinnen beschnuppern. Kinder und Eltern sollen den Kindergarten gemeinsam kennenlernen, auch um auf den späteren allmorgendlichen Abschied hinzuarbeiten. In dieser gemeinsamen Eingewöhnungszeit sollen auch und gerade die Eltern die Möglichkeit haben, sich auf den Kindergarten und die neue Rolle ihres Kindes darin einzulassen.

Wie in der Burg Funkelstein bestimmt das Kind das Tempo. Dort geht Leiterin Gudrun Baakmann davon aus: „Jedes Kind ist anders.“ Dementsprechend gibt es, individuell unterschiedlich, mal fünf oder auch mal zehn Schnuppertage. „Einige Kinder sagen sofort Mama, Du kannst gehen´, andere lösen sich später, da schickt man dann irgendwann die Eltern zum Kaffeetrinken heraus.“

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