Heidi Dömer übernimmt am Montag die Leitung des Sonnenschein-Kindergartens
„Fußstapfen auf meine Art füllen“

Saerbeck -

Der Sonnenschein-Kindergarten hat eine neue Leiterin. Am Montag tritt Heidi Dömer offiziell ihren Dienst in der Nachfolge von Annegret Eiterig an. Die WN haben die 51-Jährige auf dem Balkon ihrer Wohnung in Reckenfeld kennengelernt.

Mittwoch, 15.08.2012, 17:08 Uhr

Heidi Dömer übernimmt am Montag die Leitung des Sonnenschein-Kindergartens : „Fußstapfen auf meine Art füllen“
Zurzeit kann die Reckenfelderin Heidi Dömer noch die Morgensonne auf ihrem Balkon genießen, am Montag tritt sie die Nachfolge von Annegret Eiterig als Leiterin des Sonnenschein-Kindergartens an. Foto: Alfred Riese

Gebürtig stammt Heidi Dömer aus Schloß Holte-Stukenbrock bei Bielefeld. Wie Annegret Eiterig lernte sie zunächst Groß- und Einzelhandelskauffrau, gab ihren Beruf aber nach der Heirat und dem Umzug nach Reckenfeld im Jahr 1991 bald auf. 17 Jahre lang war sie Hausfrau und Mutter mit vier Kindern. Die drei Söhne und die Tochter sind heute zwischen 17 und 29 Jahren alt. In der Rolle der Mutter war es auch, dass sie im Jahr 2000 eine Krankheitsvertretung im St.-Franziskus-Kindergarten in Reckenfeld übernahm. „Da bin ich auf den Geschmack gekommen“, erinnert sich Heidi Dömer heute. Die eigenen Kinder waren alt genug, sie wollte wieder arbeiten. In ihrem alten Beruf hätte sie praktisch wieder von vorne anfangen müssen, da entschied sie sich für das Neue. Mit 40 Jahren begann Heidi Dömer die Ausbildung zur Erzieherin, nach zwei Jahren Schule leistete sie ihr Anerkennungsjahr im Grevener Kindertreff. Dort kam sie mit der Reggio-Pädagogik in Kontakt, dem Konzept, das auch ihr neuer Arbeitgeber, die evangelische Jugendhilfe Münsterland, anwendet. Als staatlich anerkannte Erzieherin arbeitete Heidi Dömer ab 2003 im St.-Franziskus-Kindergarten, seit 2006 als stellvertretende Leiterin der Einrichtung mit drei Gruppen und 75 Kindern. In dieser Funktion ließ sie sich zusammen mit einer Kollegin ab 2007 zur Fachkraft für Reggio-Pädagogik weiterbilden und führte diesen Ansatz in ihrem Kindergarten ein. Heidi Dömer hat aber noch eine weitere Spezialität zu bieten. „Ich war immer die Frau mit der Gitarre“, beschreibt sie sich, und nennt ihre „Singmäuse“ als Beispiel. Zuletzt hatte Heidi Dömer festgestellt: „Die eigenen Kinder sind jetzt alt genug, dass ich beruflich noch einmal Gas geben kann.“ Sie bewarb sich für den neuen Kindergarten der Jugendhilfe in der Grevener Wöste. Der Träger fand aber zusammen mit ihr, dass sie die Richtige für Saerbeck ist, wo Annegret Eiterig, auch Reckenfelderin, nach zwölf Jahren in Rente ging. Natürlich hat sich Heidi Dömer zusammen mit Annegret Eiterig, die sie schon länger kennt, ihren neuen Arbeitsplatz vorab angesehen und sich vorbereitet. „Ein sehr nettes Team“ sei es, zu dem sie stoße, auch das frisch renovierte Gebäude mit dem neuen Anbau sei topp. Dass „der Sozialraum Saerbeck sehr stark vernetzt ist“, hat sie ebenfalls festgestellt. Heidi Dömer will nun zunächst „alles kennenlernen und die Kontakte, die die sehr rührige Annegret Eiterig geknüpft hat, halten“. Aber, ganz klar: „Priorität haben die Kinder und Eltern, die will ich zuerst kennenlernen.“ Die „großen Fußstapfen “ ihrer Vorgängerin „werde ich auf meine Art füllen“. Ein Problem, dass sie dabei nicht hat, ist Personalknappheit. Während bundesweit laut Berechnungen bis zu 15 000 Erzieherinnen fehlen, „haben wir im Sonnenschein-Kindergarten genug qualifizierte Leute“, sagt Heidi Dömer. Aber es wird schwieriger, Personal zu finden, bestätigt sie. Ihre frühere Stelle in Reckenfeld indes ist wieder besetzt. Davon hat sich Heidi Dömer bei einem Abschiedsbesuch überzeugt.

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