Haushaltseinbringung
Keine Chance für die Buckelpiste

Saerbeck -

Eines ist schon jetzt klar: Die Sanierung der „Buckelpiste“ am Kirchplatz wird auch in 2013 keine Chance haben. Denn dann sieht die Finanzlage der Gemeinde noch düsterer aus als in den Jahren zuvor. „Das Haushaltsjahr 2013 wird eines der schwierigsten in der Geschichte der Gemeinde Saerbeck“, malte Bürgermeister Wilfried Roos in seiner Haushaltsrede am Donnerstag vor dem Rat die Lage in dunklen Farben. Wieder einmal schrammt Saerbeck ganz knapp an der Haushaltssicherung vorbei. An Steuersenkungen, wie im vergangenen Jahr erhofft, ist deshalb gar nicht zu denken. Roos: „Grundsätzlich müsste sogar über eine weitere Anhebung der Steuersätze nachgedacht werden. Oberste Priorität muss es sein, unsere Finanzhoheit zu behalten.“

Freitag, 14.12.2012, 17:12 Uhr

Trotz allem – ein Lieblingswunsch der Politik ist im Haushaltsentwurf 2013, der jetzt vorgelegt wurde und in den nächsten Wochen beraten werden soll, diesmal enthalten: 100 000 Euro sind als Anschubfinanzierung für die Sanierung der Falke-Umkleiden vorgesehen. Ein privater Investor soll das Millionenprojekt dann gemeinsam mit der Kommune umsetzen. Erfreulich im Haushalt: Die Gemeinde will keine neuen Schulden machen. Geplant ist nur, im September einen Kassenkredit von drei Millionen Euro, der einem Überziehungskredit im Privatleben entspricht, abzulösen, um die derzeit günstigen Zinsen auszunutzen. Die Schulden der Gemeinde werden 2013 sogar ein wenig sinken – von 10,6 auf 10,3 Millionen Euro. Mittlerweile trägt auch der Bioenergiepark schon zum Haushalt bei. 420 000 Euro an Mieten und Pachten erlöst die Gemeinde laut Haushaltsplan in 2013. Allerdings stehen diesen Einnahmen auch Ausgaben für die Verwaltung und Pflege gegenüber – mit 230 000 Euro pro Jahr kalkuliert die Verwaltung. Das Windrad der Gemeinde wird allerdings frühestens 2027 den Haushalt entlasten, weil bis dahin alle Erträge in die Tilgung der aufgenommenen Darlehen fließen (siehe Artikel unten). „Damit hat der Rat eindrucksvoll der Versuchung widerstanden, kurzfristig Erträge an die Gemeinde auszuschütten, sondern er hat ganz bewusst der nächsten Generation Gutes getan“, lobte Roos .

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