Erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden
Raiffeisen-Chef entlassen

Saerbeck -

Die Raiffeisen Saerbeck eG trennt sich von ihrem bisherigen Geschäftsführer Reinhard Gilhaus. Wie die Genossenschaft in einer Presseerklärung mitteilt, hat ihn der Aufsichtsrat der Genossenschaft von seinen Aufgaben als Vorstandsmitglied entbunden und das Dienstverhältnis beendet. Ein entsprechender Aufhebungsvertrag sei mit Wirkung zum 15. Februar geschlossen worden. Grund für die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen seien nicht mit dem Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmte Termingeschäfte mit Rohstoffen in größerem Ausmaß.

Donnerstag, 14.02.2013, 15:02 Uhr

Wird noch gebaut? An dieser Stelle wollte die Raiffeisengenossenschaft in diesem Jahr mit dem Bau eines Grünmarkts beginnen. Ob das Vorhaben wie geplant durchgezogen wird, ist derzeit offen.
Wird noch gebaut? An dieser Stelle wollte die Raiffeisengenossenschaft in diesem Jahr mit dem Bau eines Grünmarkts beginnen. Ob das Vorhaben wie geplant durchgezogen wird, ist derzeit offen. Foto: Alfred Riese

Die Raiffeisen Saerbeck eG trennt sich von ihrem bisherigen Geschäftsführer Reinhard Gilhaus . Wie die Genossenschaft in einer Presseerklärung mitteilt, hat ihn der Aufsichtsrat der Genossenschaft von seinen Aufgaben als Vorstandsmitglied entbunden und das Dienstverhältnis beendet. Ein entsprechender Aufhebungsvertrag sei mit Wirkung zum 15. Februar geschlossen worden. Grund für die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen seien nicht mit dem Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmte Termingeschäfte mit Rohstoffen in größerem Ausmaß. Dies hatte am 11. Januar 2013 zur Beurlaubung des Geschäftsführers geführt.

„Als Folge der vom früheren Geschäftsführer eingegangenen Kontrakte ist der Raiffeisen Saerbeck ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden. Das ist das Ergebnis der vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband (RWGV) veranlassten Sonderprüfung. Über die tatsächliche Schadenshöhe können noch keine abschließenden Angaben gemacht werden, da die Gespräche mit den Anspruchspartnern noch andauern“, heißt es in der Mitteilung. Eine Prüfung von Schadensersatzansprüchen gegenüber dem ehemaligen Geschäftsführer behalte sich die Raiffeisen Saerbeck eG ausdrücklich vor.

„Sobald endgültige Klarheit über die Schadenshöhe herrscht, werden die Mitglieder informiert und gegebenenfalls zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen“, informiert der Aufsichtsrat.

Das operative Geschäft der Raiffeisen Saerbeck werde mit Hilfe der Nachbargenossenschaften ohne Einschränkungen weitergeführt. Vorübergehende Unterstützung erhalte die Raiffeisen Saerbeck eG von der Nachbargenossenschaft Raiffeisen Westfalen Nord eG in Person von Geschäftsführer Albrecht Philipp.

Zu der Frage, ob die kleine Saerbecker Raiffeisen-Genossenschaft, die von mehreren deutlich größeren Schwestern umgeben ist, auf Dauer ihre Selbstständigkeit wird bewahren können, mochte Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Linderskamp sich nicht äußern. „Dazu kann ich im Moment noch nichts sagen, es ist noch zu viel in der Schwebe.“ Wie berichtet, hatte die Raiffeisen für die nächsten Monate und Jahre eine Menge vor – unter anderem sollte am Kreisel beim Einkaufszentrum ein Grünmarkt entstehen, und der Rest des Betriebes sollte ins Gewerbegebiet Nord verlagert werden. Auch eine Tankstelle wollte die Raiffeisen dort bauen. Die Fäden für all diese Pläne waren beim nun entlassenen Geschäftsführer zusammen gelaufen. Ob und wie sie künftig verfolgt werden, ist offen.

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