Auf der Suche nach Zuschüssen
Anlaufstelle für ältere Menschen

Saerbeck -

Nach der Förderzusage ist vor der Suche nach der Anschlussfinanzierung. Die Abwandlung der Redensart gilt für das Mehrgenerationenhaus (MGH) der Kolpingsfamilie seit seiner Gründung. Ende 2014 läuft das aktuelle Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums für Mehrgenerationenhäuser aus, insgesamt würden dann 40 000 Euro fehlen.

Dienstag, 02.04.2013, 20:04 Uhr

Ende 2014 läuft das aktuelle Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums für Mehrgenerationenhäuser aus, insgesamt würden dann 40 000 Euro fehlen.
Ende 2014 läuft das aktuelle Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums für Mehrgenerationenhäuser aus, insgesamt würden dann 40 000 Euro fehlen. Foto: Sebastian Driemer

Nach der Förderzusage ist vor der Suche nach der Anschlussfinanzierung. Die Abwandlung der Redensart gilt für das Mehrgenerationenhaus (MGH) der Kolpingsfamilie seit seiner Gründung. Ende 2014 läuft das aktuelle Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums für Mehrgenerationenhäuser aus, insgesamt würden dann 40 000 Euro fehlen. Der Trägerverein versucht jetzt, mit seiner Einrichtung im Alten Rathaus an der Emsdettener Straße in ein neues Programm mit dem Titel „Anlaufstellen für ältere Menschen“ zu kommen. Klappt das, könnten bis zu 20 000 Euro aus Berlin ins Dorf fließen. „Das ist ein neuer Topf, wir wollen zusehen, dass wir etwas davon abbekommen“, sagte Alfons Bücker , Vorsitzender der Kolpingsfamilie, auf der Generalversammlung Mitte März.

Im Rahmen des neuen Programms will der Bund Informations- und Beratungsangebote für ältere Menschen „niedrigschwellig und zielorientiert“ weiterentwickeln und dabei an vorhandene Strukturen anknüpfen. Explizit werden in der Ausschreibung Mehrgenerationenhäuser als möglicher Ausgangspunkt genannt. Ziel des Programmes ist es, „im unmittelbaren Lebensumfeld der älteren Menschen Angebote zu fördern, die einerseits Teilhabe und Engagement, andererseits aber auch bedarfsgerechte und passgenaue Hilfen zur Alltagsbewältigung ermöglichen“, heißt es aus dem Ministerium.

Die Gemeinde Saerbeck hat sich für das so genannte Interessenbekundungsverfahren angemeldet, berichtete am Dienstag Jürgen Hölscher , Leiter Bürgerservice im Rathaus. Dabei geht es zunächst um Fördermittel von einmalig bis zu 10 000 Euro für die Entwicklung eines Konzepts, wie das MGH zu einer Anlaufstelle für ältere Menschen im Sinne des Programms werden kann. Die Entscheidung über einen Zuschlag für Saerbeck sei nicht vor dem Sommer zu erwarten, berichtete Hölscher aus dem E-Mail-Verkehr mit dem Familienministerium. „Alles Weitere hängt dann von unserem Konzept ab“, sagte er. Kriterien für die eigentliche Projektförderung sind laut Ministerium unter anderem der Innovationsgehalt, Zielgenauigkeit und Wirkung, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit. Überzeugt Saerbeck hier, winken 20 000 Euro jährlich für bis zu drei Jahre.

Kolping-Chef Bücker zählte bereits eine längere Liste von einzelnen Angeboten und Projekten für Senioren im MGH auf, unter anderem die „Aktiv im Alter“-Angebote mit Wandergruppe oder Bridgeclub oder die „Helfenden Hände“ zusammen mit der Pfarrcaritas. Er wies allerdings auch auf die hohen Kosten für den Betrieb des Hauses und die halbe hauptamtliche Stelle hin. Weil mit dem neuen Programm bundesweit nur 100 Projekte gefördert werden sollen statt der bisher 450 MGHs, rechnet er mit geringeren Chancen für Saerbeck. Aber Bücker bleibt zuversichtlich: „Wir haben des Öfteren auch schon geringe Chancen gut genutzt.“ Auch die Hoffnung auf eine Verlängerung der MGH-Förderung hat er noch nicht aufgegeben. Und was passiert, wenn es gar keine Zuschüsse mehr gibt? „So weit sind wir noch nicht“, sagt Bücker.

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