Verwaltung will sich mit schmerzhaften Einschnitten gegen drohende Haushaltssicherung wehren : Mit beiden Beinen auf die Bremse
Vollbremsung

Wer kündigt schon gerne Steuererhöhungen an? Oder Haushaltssperren, Zuschusskürzungen und Sparappelle? Aber Kämmerer Guido Attermeier kann angesichts der bedrohlichen Kassenlage nicht anders als mit beiden Beinen auf die Bremse treten, wie er es selber formuliert. Auch wenn die Vollbremsung abrupt erscheint, überraschend kommt sie nicht, vielleicht aber zu spät. Mit Konjunktiven kann man keine Schlacht gewinnen, deshalb ist die Frage überflüssig, ob ein früheres und langsames Abbremsen nicht besser gewesen wäre.

Freitag, 06.03.2015, 15:03 Uhr

Jetzt liegt die Giftliste auf dem Tisch, und beinahe jeder Saerbecker bekommt etwas davon ab. (Mit ausdrücklicher Ausnahme des Mehrgenerationenhauses und des JuZe, eine weise Entscheidung.)

„Schmerzhaft und unattraktiv, aber unabdingbar“ nennen Kämmerer und Bürgermeister die Einschnitte , die vielen wehtun werden. Aber die Schuld für diese Notmaßnahme ist beileibe nicht alleine in der Gemeinde zu suchen, der Land und Bund immer neue Aufgaben aufdrücken, ohne sie ordentlich dafür zu bezahlen. Ob und wie viel von den jetzt angekündigten fünf Milliarden aus Berlin für klamme Kommunen in Saerbeck ankommt, ist noch völlig ungewiss.

Der Karren rast auf den Abhang zu; da ist eine Vollbremsung die nötigste Reaktion. Ob der Bremsweg reicht, wird sich am 7. Mai ja zeigen.  Hans Lüttmann

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