Verkehrsverein will Gebührenordnung für den Adventsmarkt gründlich überarbeiten
Erfolgsmodell reißt Kassenlöcher

Saerbeck -

Der Adventsmarkt ist zweifellos ein tolles Erfolgsmodell. Aber trotz – oder gerade wegen – des steigenden Zuspruchs und der Folgen daraus, macht er die Organisatoren nicht nur froh: Denn der weithin beliebte Markt reißt ordentliche Löcher ins ihr Konto.

Mittwoch, 18.03.2015, 20:03 Uhr

Die Mitglieder zeigten ihr Vertrauen in die Arbeit des Vorstands. Von links: Ludger Hartken (stellvertretender Vorsitzender), Vorsitzender Carsten Ausmann und Matthias Jaske (stellvertretender Vorsitzender).
Die Mitglieder zeigten ihr Vertrauen in die Arbeit des Vorstands. Von links: Ludger Hartken (stellvertretender Vorsitzender), Vorsitzender Carsten Ausmann und Matthias Jaske (stellvertretender Vorsitzender). Foto: Sandra Lüttmann

„Wir hatten einige Sachen, die uns tief ins Konto geschlagen haben“, begann der Vorsitzende Carsten Ausmann den Rückblick bei der Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins.

Seit dem Frühjahr 2014 hat der Förderverein der Klimakommune die Führungen im Bioenergiepark vom Verkehrsverein übernommen – dafür ist man dankbar, denn es war sehr viel Aufwand. Dennoch fehlten hier neun Monate Einnahmen aus diesem Bereich.

Tief in die Tasche greifen musste der Verein bei der Adventsbeleuchtung. Einen höheren vierstelligen Betrag hat die Anschaffung der LED-Lampen und deren Installation gekostet, doch das war auf Dauer unumgänglich.

Der größte Kassenloch reißt aber der stetig wachsende Adventsmarkt : über 20 000 Besucher waren es im vergangenen Jahr, schon jetzt kommen die ersten Anmeldungen der Beschicker herein. Doch die Kosten für Strom, Anschlüsse, Sicherheitsvorkehrungen und vor allem die rasant steigenden Zeltmieten lassen Ludger Hartken zum Schluss kommen: „Uns galoppieren die Kosten davon.“ Man wolle den Saerbecker Vereinen weiterhin eine günstige Teilnahme am Markt ermöglichen, dennoch müsse die Gebührenordnung überarbeitet werden, damit der Adventsmarkt wieder schwarze Zahlen schreiben kann. Vor allem die Gastronomie, die nicht nur den mit Abstand größten Umsatz macht, sondern auch als Stromgroßverbraucher von den bisherigen Regelungen stark profitiert hatte, solle zur Kasse gebeten werden. Außerdem müsse der Verkehrskollaps bekämpft werden, so dass die Möglichkeiten von Shuttle-Bussen und weiteren Parkplätzen diskutiert wurde.

Auch die Hütten, die man seit Jahren für den Adventsmarkt nutzt und während des Jahres vermietet, waren wieder Thema langer Diskussionen: Renovierung einerseits, Anschaffung 16 neuer Hütten als Ersatz für die sehr teuren Mietzelte andererseits. Trotz der hohen Baukosten von rund 1000 Euro pro Stück beschloss die Versammlung, dafür fest angelegtes Geld aus der Vereinskasse zu nehmen.

Dem heftigen Minus im vergangenen Jahr sollen nun große Investitionen folgen. Die Mitglieder quittierten Kassenbericht und Haushaltsplan mit der Wiederwahl des Vorsitzenden Carsten Ausmann.

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