CDU-Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek diskutiert mit Zwölftklässlern der Gesamtschule
Doppelstunde Demokratie

saerbeck -

Erst Mathe, dann Demokratie: Gesamtschüler diskutieren mit der Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek.

Freitag, 29.05.2015, 20:05 Uhr

MdB Anja Karliczek traf bei ihrem Besuch in der Gesamtschule auf sehr gut informierte, kritische und diskussionsfreudige Schüler.
MdB Anja Karliczek traf bei ihrem Besuch in der Gesamtschule auf sehr gut informierte, kritische und diskussionsfreudige Schüler. Foto: Hans Lüttmann

Auch wenn die Entscheidungen in Berlin getroffen werden, kommen die Impulse dafür aus der ganzen Republik; und für Anja Karliczek eben aus ihrer Heimatregion. Zu der ganz elementar auch Saerbeck gehört, und da sind es vor allem die jungen Menschen, mit denen die CDU-Abgeordnete immer wieder gerne ins Gespräch kommt.

Deswegen hat sie die Einladung in die Gesamtschule gerne angenommen und sich sehr beeindruckt davon gezeigt, wie gut die Zwölftklässler auf das Gespräch vorbereitet waren, wie kritisch sie Politik hinterfragten und wie diskussionsfreudig sie sich auf die großen Themen einlassen, die in diesen Tagen und Wochen die Schlagzeilen beherrschen.

Und so löcherten die Schüler den Gast mit Fragen nach der NSA-Affäre, nach dem Ausspähen von Freunden, nach Vorratsdatenspeicherung und Videoüberwachung an sozialen Brennpunkten. Anja Karliczek blieb keine Antwort schuldig, sprach über Terrorbekämpfung und Aufklärung und dass alles getan werden müsse, um die seltsame Attraktivität der IS zu bekämpfen.

Nur bei einem Thema, das gar nicht auf der Tagesordnung stand, kam sie ein wenig ins Schwimmen, denn bei der Frage nach einer Gleichstellung der Homo-Ehe hatten die Schüler durch die Bank eine entschieden andere Auffassung als die CDU-Politikerin, die ganz nach Parteiräson betonte: „An der Ehe muss etwas Besonderes bleiben, und die Fortpflanzung steht unter einem besonderen Schutz.“

Schutz war dann zum Abschluss der Doppelstunde Demokratie auch das Stichwort für den letzten Themenkomplex, der Frage, wie wir mit den Flüchtlingen aus Afrika umgehen. „Da stoßen wir an Grenzen, auch wenn wir sie noch nicht erreicht haben“, sagte Anja Karliczek, sprach von noch einzurichtenden Anlaufstellen in Afrika und bemühte für die EU das Bild des schwerfälligen Tankers, bei dem Lenkmanöver nun mal eine gewisse Zeit dauern.

Für das Thema Abschiebung, das die Schüler aus ganz aktuellem Anlass (kürzlich in Münster) anstießen, blieb nicht mehr genügend Zeit für abschließende An- und Einsichten.

Unterm Strich blieb genau das, was Schulleiter Karl Watermann eingangs ankündigte: „Heute erleben Sie, dass Demokratie mit Menschen zu tun hat und vom Dialog lebt.“

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