Auf zwei Rädern gibt es rund um Saerbeck viel zu entdecken
Ideal für kurze Fahrradtouren

Saerbeck -

Für kurze Touren sind die Wirtschaftswege in Westladbergen oder Sinningen geeignet. Eine Einkehr in die Gaststätte am Segelflugplatz mit Blick auf den FMO bieten sich in Hüttrup an, die Windmühle Sinningen oder der Bioenergiepark können im Westen der Gemeinde Ziele sein.

Sonntag, 12.07.2015, 20:07 Uhr

Saerbeck und das Münsterland bilden ein Eldorado für Radwanderer. 100 Schlösser-Route, Emsauen-Radweg oder Dortmund-Ems-Kanal-Radweg – sie alle führen durch Saerbeck oder berühren das Gemeindegebiet. Unterwegs kann der Radwanderer manches über die Natur lernen – und sollte auf sie Acht geben.

Fährt der Radwanderer am Hanfteich vorbei in nördliche Richtung Kreisstraße 2 nach Brochterbeck, steht er plötzlich mitten in der Pläne vor einer Schautafel. Sie erzählt ihm etwas über einen Radwanderweg, eingerichtet im Rahmen des Projekts „Natourismus“. Sechs „Natourismus“-Routen gibt es im Tecklenburger Land . Sie sind zwischen 22 und 45 Kilometer lang und damit ideal für kurze Sonntagsausflüge.

Die Schautafel geht mit ihrem Text zurück in die Geschichte des Dorffeldes. „Das Landschaftsbild, das uns selbstverständlich erscheint, hat sich stetig gewandelt“, liest der Radwanderer. „Wo heute Mais wächst, grasten früher Kühe. Noch länger ist es her, da zogen Schafsherden durch die blühende Heide. Die alte Eiche könnte sicher manche Geschichte erzählen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein glich das Münsterland weiten Heidelandschaften. Viehtrift und Plaggenwirtschaft hatten den Wald nach und nach verdrängt. Auch hier im Dorffeld, nördlich von Westladbergen, stachen Bauern Heideplaggen, die sie, mit Viehdung vermischt, als Dünger auf die Äcker brachten. Der Mineraldünger revolutionierte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Landwirtschaft.“

Die „Natourismus“-Routen im Tecklenburger Land haben unterschiedliche thematische Schwerpunkte. Im Naturschutzgebiet ( NSG ) „Feuchtgebiet“, das östlich des Dortmund-Ems-Kanals als NSG „Am Janhaarspohl“ seine Fortsetzung findet, ziehen etwa zehn Prozent aller Brachvögel in NRW ihren Nachwuchs auf. Daher erhielt dieser Radweg den Namen „Brachvogelroute“.

Über die Vogelwelt im NSG „Feuchtgebiet“ informieren Schau- und Informationstafeln. Solche Tadeln stehen vor dem Aufgang zum Aussichtsturm sowie im Inneren des Turmes.

Über die „Natourismus“-Routen im Tecklenburger Land informieren Faltblätter, die beim Kreis erhältlich sind.

Die Routen wurden durch das Leader-Förderprogramm mitfinanziert. „Leader“ steht hier für ein Förderprogramm der Europäischen Union für innovative Aktionen im ländlichen Raum. Weitere Informationen gibt es bei der Gemeinde Saerbeck, ✆ 02574/8 95 03.

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