Gesamtschüler helfen zum fünften Mal beim Bau einer Feldscheune im Feuchtgebiet
Eine Hütte für den Fußsoldaten

Saerbeck -

Im Rahmen der Projekt- und Aktivitätenwoche der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule bauen die Achtklässler (je zwei aus jeder Klasse) unter Anleitung von Landschafts- und Kulturführer Hermann Lammers und der Mithilfe von ihres Lehrers Georg Smirnek eine Feldscheune. Die übrigens fünfte schon, die im Rahmen einer Projektwoche der Schule entsteht. Insgesamt hat die Kulturstiftung des Kreises, in deren Auftrag die Wald- und Wiesenhotels wieder aufgebaut werden, inzwischen ein gutes Dutzend Feldscheunen in den Feuchtgebieten des Kreises aufgestellt.

Freitag, 02.10.2015, 20:10 Uhr

Bis das Wald- und Wiesenhotel eingeweiht werden kann, lernten die Schüler, wie man Fundamente legt, Bäume fällt, Bretter zurechtsägt, Wände und Dachstuhl aufstellt und schließlich das Dach mit Pfannen deckt.
Bis das Wald- und Wiesenhotel eingeweiht werden kann, lernten die Schüler, wie man Fundamente legt, Bäume fällt, Bretter zurechtsägt, Wände und Dachstuhl aufstellt und schließlich das Dach mit Pfannen deckt. Foto: Hans Lüttmann

Ja, wenn es noch genügend Kopfweiden, alte, unaufgeräumte Dachböden und Baum­höhlen gäbe, dann müsste dieser Aufwand gar nicht sein. Aber das, was die Gesamtschüler in den Saerbecker Wallamuckis veranstalten, ist mehr als aktiver Natur- und Artenschutz: Sie bauen dem Steinkauz („Das ist der Fußsoldat im Feuchtgebiet “, sagt Naturschützer Jakob Merkens ) und seinen gefiederten Wald- und Wiesenmitbewohnern ein komfortables Haus – und lernen dabei, wie gut es tut, gemeinsam eine große Aufgabe zu bewältigen.

Im Rahmen der Projekt- und Aktivitätenwoche der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule bauen die Achtklässler (je zwei aus jeder Klasse) unter Anleitung von Landschafts- und Kulturführer Hermann Lammers und der Mithilfe ihres Lehrers Georg Smirnek eine Feldscheune . Die übrigens fünfte schon, die im Rahmen einer Projektwoche der Schule entsteht. Insgesamt hat die Kulturstiftung des Kreises, in deren Auftrag die Wald- und Wiesenhotels wieder aufgebaut werden, inzwischen ein gutes Dutzend Feldscheunen in den Feuchtgebieten des Kreises aufgestellt.

Damit die Scheune sicher steht, legt die Brochterbecker Firma Martin Heemann die Fundamente, und damit es nicht reinregnet, stiftet die Gemeinde Saerbeck die Dachpfannen.

„Früher“, sagt Jakob Merkens, und er meint damit: vor 200 Jahren schon, „haben die Bauern diese Scheunen als Wetterschutz für ihr Vieh gebaut. Heute hängen wir etliche Nistkästen darin auf und immer auch eine Brutröhre für den Steinkauz. Das ist der Charaktervogel des Feuchtgebiets, ein Fußsoldat sozusagen, der über kurzgehaltenes Grün läuft und seine Nahrung vorwiegend am Boden findet.“

Das ist die Sicht der Naturschützer; und was haben jetzt die Schüler davon? „Die lernen, was ihnen die Schule nicht vermitteln kann“, sagt Georg Smirnek: Feuer machen, Nägel einschlagen, Dach decken. „Aber“, und das freut den Pädagogen, „einer der Schüler kriegte sogar noch den Satz des Pythagoras auf die Reihe, den wir hier beim Scheunenbau gutbrauchen können.“

Mit einer kleinen Grillparty feierten alle Beteiligten die Fertigstellung der Scheune und die Schüler damit auch das Ende der Projektwoche der Saerbecker Gesamtschule.

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