Medientag
Chancen und Gefahren ergründet

Saerbeck -

Viele Möglichkeiten bieten sie, die digitalen Medien. Doch Internet, Apps und Smartphones halten auch manche Gefahr bereit. Wer informiert ist, ist besser gewappnet. Daher veranstaltete das MGH nun einen Medientag.

Sonntag, 01.11.2015, 14:11 Uhr

YouTube-Video drehen, schneiden, und
YouTube-Video drehen, schneiden, und Foto: Sandra Lüttmann

„Können wir da auch Explosionen reinpacken?“ – „Ja, da können wir nachher mal bei den Effekten schauen“, antwortet Felix Beuse geduldig in seinem Video-Workshop einem begeisterten Teilnehmer. Was alles möglich ist, wenn es um Internet, Smartphones und Apps geht, aber auch, wie man sicher online unterwegs ist, konnten Kinder ab neun Jahren und Eltern beim Medientag im Mehrgenerationenhaus erfahren.

Es gehe darum, Eltern und Kinder kompetent im Gebrauch der Medien und mit der Vielfalt der Möglichkeiten vertraut zu machen, fasst Ingo Brokhues , Medienreferent des Caritasverbands, zusammen. Wie wichtig dieses Thema ist, zeigt die Nachfrage beim Medientag und die gestiegene Zahl der Teilnehmer beim vorgeschalteten Elternabend. So konnten dank der vielen Anmeldungen die meisten Workshops am Samstag nicht zwei-, sondern dreimal angeboten werden.

Brigitte Wolff-Vorndieck hatte wieder ein attraktives Programm zusammengestellt: Da gab es informative Vorträge zu Smartphones, Apps und Internetgebrauch allgemein, man konnte aber auch anhand von Selfies, Stop-Motion-Videos oder YouTube-Videos ganz praktisch erfahren, wie man es clever macht und was dabei zu beachten ist. Beispiel Selfies: Wie kann ich ein Bild von mir machen, um es als Profilbild zu benutzen, ohne wirklich darauf zu erkennen zu sein? Warum sollte ich dabei auch auf den Hintergrund achten? Valentina Beeck von der Jugendbildungsstätte Tecklenburg half den Kindern am Beispiel frisch gemachter Selfies, sich online mit einem Foto zu zeigen, ohne unbeabsichtigt zu viel von sich preis zu geben.

Auch Eltern kamen beim Medientag auf ihre Kosten, beispielsweise beim Vortrag „Wir lassen uns nicht ver’APP’eln!“ mit Medientrainer Karsten Zingsheim. „Einmal quer durch die Handylandschaft“, fasst er die vielfältigen Inhalte zusammen. Da ging es beispielsweise um Apps und ihre Zugriffsrechte, die Handy und Benutzer ausspionieren. Aber auch Cybermobbing und seine Erscheinungsformen wurden angesprochen. Was sich dahinter verbirgt, war einigen Kindern schon aus dem Unterricht an der Grundschule bekannt. Hier bekamen sie und die anwesenden Eltern noch einige Tipps dazu, was man tun kann, wenn man bemerkt, dass jemand gemobbt wird – ohne gleich als Petzer ausgegrenzt zu werden.

Die Eltern zu informieren, war Brigitte Wolff-Vorndieck bei der Konzeptionierung des Medientags ein besonderes Anliegen. Bei einigen Angeboten lockte wohl auch die Neugier auf die schnelle, bunte Welt der neuen Medien die Teilnehmer ins MGH. Im Obergeschoss konnten Kinder beispielsweise ein ferngesteuertes Auto fahren, dessen kleine Bordkamera Bilder auf ein Tablet schickte. Im Saal nebenan waren vier Videospiel-Stationen aufgebaut. An einer davon galt es, einen Skateboarder durch einen Parcours zu steuern.

Derweil hatten die YouTuber ihre Filmsequenzen auf den Laptop geladen und geschnitten. Felix Beuse, der als Rapper Sking regelmäßig Musikvideos hochlädt, gab dabei noch viele praktische Tipps mit auf den Weg: „Ich würd´ keine langen Videos machen, YouTube ist so schnelllebig und es gibt so viel Angebot, das die Leute ablenkt. Geh lieber auf Qualität, statt auf Masse.“

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