Ermittlungen nach Brand
Nichts zu retten

Saerbeck -

Am Tag nach dem verheerenden Feuer wird das ganze Ausmaß sichtbar: Drei Oldtimer-Fahrzeuge mit Baujahren zwischen 1911 und 1928, die in der völlig zerstörten Halle untergestellt waren, sind unwiederbringlich verloren, des Weiteren zwei ältere Unimogs. Die Polizei ermittelt.

Dienstag, 19.01.2016, 16:55 Uhr aktualisiert: 20.01.2016, 12:43 Uhr
Ein Bild der Verwüstung bot die Gewerbehalle im Schukamp, wo die Feuerwehr in der Nacht zum Montag einen Großbrand bekämpfte.
Ein Bild der Verwüstung bot die Gewerbehalle im Schukamp, wo die Feuerwehr in der Nacht zum Montag einen Großbrand bekämpfte. Foto: Alfred Riese

Nach dem Großbrand einer Halle im Gewerbegebiet Schulkamp an der Straße Rheinsalm in der Nacht zu Montag hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Die Brandstelle ist mit Bauzäunen abgesperrt und von der Kriminalpolizei beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft Münster hat laut Polizei einen Brandsachverständigen zur Klärung der Ursache des Feuers hinzugezogen. Angaben dazu könnten noch nicht gemacht werden, hieß es. Verletzt wurde niemand, meldete die Polizei.

Die Halle im Eigentum eines Ahleners wurde vom Autohaus Berkemeier gemietet und als Lager genutzt. Friedrich Berkemeier bestätigte am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung die erste Schätzung des Sachschadens an Gebäude und Inhalt auf mehr als eine Million Euro. Drei Oldtimer-Fahrzeuge mit Baujahren zwischen 1911 und 1928, die in der völlig zerstörten Halle untergestellt waren, sind unwiederbringlich verloren, des Weiteren zwei ältere Unimogs, berichtete Friedrich Berkemeier. Dazu kämen etliche Neuwagen und staatsanwaltschaftlich sichergestellte Fahrzeuge, insgesamt etwa 30 Autos. Auch, weil das Gebäude einsturzgefährdet ist, habe man noch keinen endgültigen Überblick. Man wolle das Gutachten des Brandsachverständigen abwarten. Bei der Frage nach einer möglichen Brandstiftung wollte Friedrich Berkemeier sich nicht festlegen.

Das Tagesgeschäft des Autohauses sei nicht betroffen, erklärte er. Insbesondere Radsätze von Kundenfahrzeugen seien nicht in dieser Halle gelagert worden, versuchte Berkemeier Sorgen vorzubauen. Anerkennung sprach Friedrich Berkemeier den Feuerwehrleuten aus: „Die Feuerwehr hat bei minus sieben Grad und teilweise auf Glatteis einen sehr guten Job gemacht. Wenn man das Ausmaß des Brandes sieht, ist man froh darüber, dass durch das Feuer und während der Löscharbeiten niemand verletzt wurde.“

Einen Totalschaden erlitt bei dem Feuer die Königsberg-Hilfsaktion von Gerhard Lepkojus. Ihr bereits halb gefülltes Lager für den nächsten Transport ist vernichtet, gespendete Pflegebetten, Rollstühle, Möbel und weitere Hilfsgüter für das Russische Rote Kreuz verbrannt. „Ob wir weitermachen können, steht in den Sternen“, sagte Lepkojus. Die Zukunft der Aktion hänge auch daran, ob neue Lagerräume gefunden werden können.

Der SC Falke hat bei dem Feuer seinen Karnevalswagen verloren, der unter dem Abdach stand. Ein „Leihwagen“ ist aber bereits organisiert, meldete Andre Hansmeier vom Falkevorstand, „die Saerbecker Karnevalisten sind Teamplayer“.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

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