Kolping-Bildungswerk Saerbeck bekommt zweite Rezertifizierung vom Gütesiegelverbund
Wissen, wo der Zeitgeist weht

Saerbeck -

Kleiner geht nicht. Deshalb sprechen die drei Bildungswerkerinnen auch von einer „Kleinsteinrichtung“. Auf dem Programmheft heißt es schlicht KBS, „Kolping-Bildungswerk Saerbeck“. Aber egal ob klein oder kleinst, bei Gisela Westbeld, Klara Leiting und Kornelia Bücker herrscht große Freude, denn zum zweiten Mal hat das KBS das Gütesiegel Weiterbildung bestätigt bekommen. Nur eine Urkunde für die Wand? „Oh nein“, sagt Gisela Westbeld, „wenn wir die Rezertifizierung nicht schaffen, gibt es auch keine öffentlichen Gelder mehr, und das wäre das Ende unsere Einrichtung.“

Mittwoch, 31.08.2016, 22:08 Uhr

Die drei vom Bildungswerk (von links:) Gisela Westbeld, Klara Leiting und Kornelia Bücker freuen sich über die zweite Rezertifizierung der Kleinsteinrichtung in Saerbeck.
Die drei vom Bildungswerk (von links:) Gisela Westbeld, Klara Leiting und Kornelia Bücker freuen sich über die zweite Rezertifizierung der Kleinsteinrichtung in Saerbeck. Foto: Hans Lüttmann

Kleiner geht nicht. Deshalb sprechen die drei Bildungswerkerinnen auch von einer „Kleinsteinrichtung“. Auf dem Programmheft heißt es schlicht KBS , „ Kolping-Bildungswerk Saerbeck“. Aber egal ob klein oder kleinst, bei Gisela Westbeld , Klara Leiting und Kornelia Bücker herrscht große Freude, denn zum zweiten Mal hat das KBS das Gütesiegel Weiterbildung bestätigt bekommen. Nur eine Urkunde für die Wand? „Oh nein“, sagt Gisela Westbeld, „wenn wir die Rezertifizierung nicht schaffen, gibt es auch keine öffentlichen Gelder mehr, und das wäre das Ende unserer Einrichtung.“

Die in Zahlen grob gesehen so aussieht: 30 Dozenten bieten pro Jahr gut 120 Kurse an, die von etwa 1200 Weiterbildungswilligen besucht werden. Da gibt es die Bereiche EDV und Medien, Bewegung und Gesundheit, Hauswirtschaft, Familie und Kreativität. Und das nun schon im 26. Jahr.

Wie, fragt sich der Laie, kriegt man denn Jahr für Jahr wieder so ein Programm auf die Beine gestellt? „Och“, sagt Kornelia Bücker, „da muss man doch nur mal in Gimbte über den Kunsthandwerkermarkt gehen.“ „Oder die Kursteilnehmer fragen, was sie sich wünschen“, ergänzt Klara Leitung. „Einfach immer wissen, wie und wo der Zeitgeist weht“, sagt Gisela Westbeld. Und der weht ja bekanntlich, wie er will. Zurzeit, nur ein Beispiel, ist Yoga wieder angesagt oder, viele kennen das überhaupt nicht: Hula-Hoop. „Das sind eben so Phasen“, sagte Kornelia Bücker.

Ganz anders, nämlich streng nach Vorschrift, Regel und Verfahrensanweisung geht es beim Gütesigel und dem sperrigen Wort Rezertifizierung zur Sache. Da muss zum Beispiel ein Selbstreport geschrieben werden. „Aber wir schreiben hier ja keinen 30-Seiten-Roman, da wird alles genauestens nachgeprüft“, erklärt Kornelia Bücker. Und erzählt vom Gütesiegelverbund; der hat seinen Sitz in Dortmund und schickt unabhängige Gutachter, in diesem Fall eine Gutachterin, die nachfragt und nachsieht, ob die Saerbecker Kleinsteinrichtung auch ordentlich und fachgerecht weiterbildet.

Da geht es unter anderem um Programmplanung, pädagogische Kompetenz der Dozenten und nicht zuletzt die Zufriedenheit der Teilnehmer. Zufrieden sind aber erst mal die drei von der Bildungsstelle; in drei Jahren wird wieder begutachtet.

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