Saerbecks 24. Adventsmarkt öffnet am 18. November schon um 15 Uhr
„Bloß keine Kirmes“

Saerbeck -

Bevor es wieder weihnachtet rund um St. Georg, blättern die Männer des Verkehrsvereins in allgemeinen Geschäftsbedingungen, klopfen Bewerbungen und Zulassungsrichtlinien ab, verweisen auf die Gebührenordnung, verhandeln mit Bauer Laumann über die Parkplatzwiese, kümmern sich um Licht und Lautsprecher, heuern einen Shuttle-Bus an, organisieren den Sicherheitsdienst und ärgern sich mit Standbewerbern rum, die diesmal nicht zum Zuge kommen.

Mittwoch, 02.11.2016, 22:11 Uhr

Carsten Ausmann (links) und Ludger Hartken erwarten auch in diesem Jahr wieder 20 000 Besucher auf dem Adventsmarkt,für den der Verkehrsverein strenge Auswahlkriterien für die Anbieter ausgearbeitet hat.
Carsten Ausmann (links) und Ludger Hartken erwarten auch in diesem Jahr wieder 20 000 Besucher auf dem Adventsmarkt,für den der Verkehrsverein strenge Auswahlkriterien für die Anbieter ausgearbeitet hat. Foto: Hans Lüttmann

Manchmal seufzen sie bestimmt „Oh je, du Fröhliche!“, auch wenn sie es nie lauthals sagen würden. Aber wenn Carsten Ausmann und Ludger Hartken vom Saerbecker Verkehrsverein erzählen, wie viel Arbeit es macht, den Traditionsmarkt zum inzwischen 25. Mal auf die Beine zu stellen, dann hört man sie zwischen den Sätzen doch heimlich seufzen.

Denn bevor es wieder weihnachtet rund um St. Georg , blättern die Männer des Verkehrsvereins in allgemeinen Geschäftsbedingungen , klopfen Bewerbungen und Zulassungsrichtlinien ab, verweisen auf die Gebührenordnung, verhandeln mit Bauer Laumann über die Parkplatzwiese, kümmern sich um Licht und Lautsprecher, heuern einen Shuttle-Bus an, organisieren den Sicherheitsdienst und ärgern sich mit Standbewerbern rum, die diesmal nicht zum Zuge kommen.

Das überhaupt ist einer der größten Brocken, die es wegzuräumen gilt: aus der Flut der Bewerber, diesmal mehr al 200, diejenigen herauszufischen, die alle Kriterien erfüllen. „Kein Bewerber ist gesetzt“, erläutert Carsten Ausmann das Problem, vor das ihn die Gewerbeordnung stellt. Denn mal ehrlich, was wäre Saerbecks Adventsmarkt ohne den Heimatverein, ohne Landjugend, Frauengemeinschaft und Feuerwehr ? „Aber wir dürfen niemanden bevorzugen, und im äußersten Fall entscheidet sogar das Los.“

Eines hat Ludger Hartken fest im Blick: die Pfarrkirche St.Georg, die soll Mittelpunkt des Adventsmarkts bleiben, denn schließlich gehe es um das schönste Christenfest, und das soll nicht zur Kirmes verkommen.

Eine wesentliche Neuerung gibt es bei Nummer 24: Der Start am Freitag, 18. November, erfolgt bereits um 15 Uhr und nicht wie sonst mitten im Berufsverkehr.

Ansonsten gilt die eher an Silvester erinnernde Devise. „Same procedure . . .“ Also gibt es wieder 160 Stände, den Laternenumzug der Kinder (mit dem sonst der Markt eröffnet wurde), das Kirchenkonzert, das Schulcafé und nicht zuletzt das rätselhafte Flöff, ein warmes Schaumbad für die Kehle.

Ein paarmal (15, um das auch mal ausgerechnet zu haben) werden wir noch wach, heißa, dann ist Adventsmarkttag. Dann duftet es wieder nach Zimt und Bratäpfeln, Glühwein und Tannenzapfen und entführt die zu erwartenden 20 000 Besucher wieder auf eine zauberhafte Reise in den Advent. Und dann werden Carsten Ausmann, Ludger Hartken und ihre Mitstreiter zufrieden seufzen: „Oh, du Fröhliche!“ und schon mal im Geheimen an den 25. Adventsmarkt denken.

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