St. Georg: Neues aus der Partnergemeinde in Ghana
Hilfe in Stein und Mehl

Saerbeck -

Ein dicker Brocken ist jetzt geschafft in der noch jungen Partnerschaft zwischen der St.-Georg-Pfarrgemeinde und St. Theresa in Damongo im afrikanischen Ghana: Die Erweiterung des Kirchengebäudes dort ist mit Hilfe von „missio“ finanziert. Während dessen fließen Spendengelder in die direkte Unterstützung Bedürftiger.

Mittwoch, 19.04.2017, 15:04 Uhr

Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Kirche in St. Theresa in Damongo haben bereits begonnen, unterstützt durch den Eine-Welt-Kreis St. Georg.
Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Kirche in St. Theresa in Damongo haben bereits begonnen, unterstützt durch den Eine-Welt-Kreis St. Georg. Foto: privat

„Die Kirche ist ein wichtiger Treffpunkt und Lebensraum.“ Mit dem Satz zielt Christoph Wickenbrock vom Eine-Welt-Kreis St. Georg in diesem Fall auf die Partnergemeinde St. Theresa in Damongo / Ghana. Umso erfreulicher für die zehn Mitglieder des Eine-Welt-Kreises: Die Finanzierung für die Erweiterung des Kirchengebäudes und den Anbau von Sakristei und Sanitärräumen steht. Aus Saerbeck sollen 20.000 Euro fließen, 5000 Euro bringt St. Theresa selbst auf. Den Startschuss gab jetzt das Internationale Katholische Missionswerk missio mit der Zusage über die fehlenden 20.000 Euro. Das berichtete Andreas Holtmann , Sprecher des Eine-Welt-Kreises, der die kleine Kirche in Damongo vom einen Besuch dort kennt.

Die Erweiterung des Gebäudes stehe ganz oben auf der Prioritätenliste der Partnergemeinde, erklärte Holtmann, „als wichtige Basis für die Gemeindearbeit und weiteres Wachstum“. Deshalb habe der Eine-Welt-Kreis die Initiative für den Förderantrag bei missio übernommen. Die St.-Georg-Pfarrgemeinde wolle ihren Beitrag aus zum Gutteil bereits angesparten Einnahmen der Solarstromanlage auf dem Pfarrhausdach bestreiten. „Damit erfüllen wir den dringlichsten Wunsch in Damongo“, ordnete Pastoralreferent Werner Heckmann die Projektfinanzierung ein. „Missio hilft uns da mit seiner Expertise, wo wir es gar nicht selbst leisten könnten“, beschreibt Julia Kockmann die Rolle des Missionswerks und seiner Auslandsabteilung. Zugleich laufen weitere Spenden- und Hilfsaktionen.

Eine wichtige Basis für die Gemeindearbeit und weiteres Wachstum.

Andreas Holtmann über die Kirchenerweiterung in Damongo

Die Notwendigkeit der Kirchenerweiterung begründet der Eine-Welt-Kreis damit, dass „viele Menschen in der Region Damongo noch den dortigen Stammesreligionen angehören und die Gemeinde durch Missionierung wächst.“ Aus eigener Anschauung bei einem Besuch in St. Theresa können Mitglieder des Eine-Welt-Kreises bestätigen, dass „mangels Platz Gottesdienstbesucher außerhalb der Kirche stehen und mitfeiern, die Liturgie für Kinder und die Sonntagsschule finden aus diesem Grunde unter einem Baum statt“. In sengender Sonne oder in der Regenzeit stünden die Leute draußen, das sei „wirklich schlecht“, meinte Julia Kockmann. Auch würden dem einfachen Gebäude zusätzliche Fläche fehlen wie eine Sakristei oder Versammlungs- oder Schulungsräume. Mit ein Grund, weshalb man in St. Theresa bereits angefangen hat zu bauen.

Weil die Baumaßnahme durchfinanziert sei, würden weitere Spenden aus Saerbeck wie bisher auch in direkte Unterstützung Bedürftiger fließen, betonte Andreas Holtmann. Er richtete einen herzlichen Dank von Father Charles aus St. Theresa aus an die Frauengemeinsaft (kfd) St. Georg. Deren Spende ging an die „St. Vincent de Paul“-Gruppe, die etwa mit der Pfarrcaritas vergleichbar ist. Sie kümmert sich um Bedürftige, denen Geld für Lebensmittel, Kleidung und Gesundheitsvorsorge fehlt. Aktuell werden von der Gruppe zurzeit 23 Frauen sowie drei Männer unterstützt, berichtet der Eine-Welt-Kreis. Bei den Frauen handele es sich überwiegend um Alleinstehende, die von ihren Männern verlassen wurden oder aus anderen Gründen keinen Familienanschluss und damit Unterstützung haben.

Alleinstehende Bedürftige in St. Theresa brauchen „Linderung der größten Not“

Father Charles, einer der drei Priester in St. Theresa, schreibt in einem Bericht an die St.-Georg-Gemeinde, dass die „St. Vincent de Paul“-Gruppe von der 700-Euro-Spende der Frauengemeinschaft im vergangenen Jahr vier Säcke Reis, fünf Säcke Mais, zwei Säcke Maniok-Mehl, zwei Säcke Erdnüsse und zwei Säcke Bohnen gekauft und verteilt und für 22 Bedürftige die Krankenversicherungen erneuert wurden. Darüber hinaus wurden alleinstehende Bedürftige mit etwa 20 Euro für Gesundheit, 60 Euro für Nahrungsmittel und 10 Euro für Kleidung pro Jahr unterstützt. Weitere Soforthilfen würden gegeben, wenn etwa Geld für die Reparatur des Daches in der Regenzeit fehlt. Das reiche zwar zum Leben nicht aus, lindere aber die größte Not. Laut Father Charles gehören zu St. Theresa etwa 50 alleinstehende Bedürftige, die finanziellen Mittel würden für etwa die Hälfte reichen. Jede weitere Spende aus Saerbeck fließe direkt in die „Linderung der größten Not“ dieser alleinstehenden Bedürftigen, versichert Father Charles in seinem Bericht. Der Eine-Welt-Kreis würde seine Hilfe darüber hinaus gerne auf den Bereich schulische Bildung ausweiten.

► Ansprechpartner im Eine-Welt-Kreis: Andreas Holtmann, ' 0 25 74/ 98 38 88, und Pastoralreferent Werner Heckmann, ' 0 25 74/ 93 83 40 (Büro) oder 0 25 74/ 12 16 (priv.).

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