Grünen-Kandidat Palitha Daniel Löher setzt auf Bildung, Jugend und politische Mitarbeit
„Ich gebe nie schnell auf“

Saerbeck -

In Colombo/Sri Lanka geboren, wurde Palitha Daniel Löherer mit sechs Jahren von den dem Ehepaar Löher aus Münster adoptiert. Er ist verheiratet, hat zwei Töchter im Alter von 21 und 16 Jahren und lebt in Laer. Dort ist Palitha Daniel Löher seit 2013 Ratsherr. Der Landtagskandidat arbeitet seit zwölf Jahren als U 25-Fachberater beim Jobcenter Kreis Steinfurt. Dort berät und vermittelt er junge arbeitslose Menschen.

Mittwoch, 03.05.2017, 22:05 Uhr

Palitha Daniel Löher setzt sich vor allem für die Förderung Jugendlicher ein; auch Politikverdrossenheit ist für den Laerer ein großes Thema.
Palitha Daniel Löher setzt sich vor allem für die Förderung Jugendlicher ein; auch Politikverdrossenheit ist für den Laerer ein großes Thema. Foto: Hans Lüttmann

Man sieht es ihm nicht an, und auch sein Vorname klingt etwas anders, aber Palitha Daniel Löher ginge unwidersprochen als typisch münsterländischer Paohlbürger durch. Er spielt Doppelkopf, kocht gerne, pflegt seinen Freundeskreis, begeistert sich seit Jahren für Badminton und tanzt leidenschaftlich gerne, nun ja, Tango.

In Colombo / Sri Lanka geboren, wurde er mit sechs Jahren von den dem Ehepaar Löher aus Münster adoptiert. Er ist verheiratet, hat zwei Töchter im Alter von 21 und 16 Jahren und lebt in Laer. Dort ist Palitha Daniel Löher seit 2013 Ratsherr. Der Landtagskandidat arbeitet seit zwölf Jahren als U 25-Fachberater beim Jobcenter Kreis Steinfurt. Dort berät und vermittelt er junge arbeitslose Menschen.

Daraus ergibt sich auch sein Themenschwerpunkt für die Landtagswahl am 14. Mai. Viele, vor allem junge Menschen hätten das Gefühl, dass es in den vergangenen Jahren eine schrittweise Entfremdung der Politik von den Sorgen und Ängsten der Menschen gegeben habe. „Deshalb ist es eines meiner wichtigsten Ziele, junge Leute zu ermutigen, sich aktiv am politischen Gestaltungsprozess in ihren Kommunen zu beteiligen. Wir haben hier in Deutschland doch ein super Wahlrecht, nur muss man es auch nutzen.“

Auf die Frage, warum er sich für Politik im Allgemeinen und Grünenpolitik im Besonderen ins Zeug legt, gibt Löher eine originelle Antwort: „Ich will nicht nur wissen, was da gemacht wird, sondern auch mitmachen und gestalten.“ Und dann sprudeln die Stichworte aus ihm nur so heraus: politische Streitkultur, Demokratie und Vielseitigkeit, respektvolles Miteinander, Zukunft junger Menschen, soziale Teilhabe, Mobilität im ländlichen Raum, Netzwerke, Weiterbildung.

Und wenn er sich doch mal aufhalten lässt, sprudeln auch Schlagworte über Saerbeck: Vorzeigekommune, super Entwicklung, toller Bürgermeister, sehr gute Schule, bewundernswertes bürgerliches Engagement.

Und die gerade etwas gebeutelten Grünen? „Die müssen ihr Gesicht wiederbekommen. Es stimmt zwar, dass die großen Parteien die ureigenen Themen der Grünen vereinnahmt haben, aber sie bringen sie nicht voran. Ich will mithelfen, dass das wieder geschieht. Und da kann ich mich auf mein Lebensmotto verlassen: Ich gebe nie schnell auf.“

So weit der Blick nach vorne, jetzt zurück: Sehnsucht nach der alten Heimat? „Ach was, Heimat“, winkt er ab, „ich habe keine Ahnung von der Sprache dort, weiß ja nicht mal, ob ich Singhalese oder Tamile bin; ich wurde als Findelkind vor einem Krankenhaus abgelegt.“ Dennoch hat Palitha Daniel Löher noch Verbindungen nach Sri Lanka: über den von seinem Adoptivvater gegründeten Verein Sri Lanka.

Palitha Daniel Löher hat noch etliche Termine bis zum Wahlsonntag: „Das kostet natürlich viel Energie, aber es macht auch viel Spaß.“ Und nach der Wahl? „Ja nun, Freunde, kochen, arbeiten, Politik machen.“

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