Stabwechsel im „Fairtrade-Team“ der kfd
Faire Frauen auf dem Wochenmarkt

Saerbeck -

Seit 25 Jahren versucht das Markt-Team der Frauengemeinschaft fair zu sein, indem es auf dem Wochenmarkt fair gehandelte Produkte anbietet und ebensolchen Kaffee verkauft. De Mitbegründerin Inge Ahmann hat nun die Leitung der Gruppe an eine Nachfolgerin übergeben – notwendig bleibt die Arbeit, findet sie.

Dienstag, 24.10.2017, 05:10 Uhr

Frische Waffeln, Kaffee und fair gehandelte Waren gibt es regelmäßig am Stand des Markt-Teams der Frauengemeinschaft kfd auf dem Wochenmarkt. Den Posten der Teamsprecherin übernahm jetzt Magdalene Remke (Mitte, rote Steppjacke) von Inge Ahmann (mit Blumen).
Frische Waffeln, Kaffee und fair gehandelte Waren gibt es regelmäßig am Stand des Markt-Teams der Frauengemeinschaft kfd auf dem Wochenmarkt. Den Posten der Teamsprecherin übernahm jetzt Magdalene Remke (Mitte, rote Steppjacke) von Inge Ahmann (mit Blumen). Foto: Stefanie Behring

Die Regentropfen trommelten auf das Pavillondach, als das Markt-Team der Frauengemeinschaft kfd den Stabwechsel offiziell vollzog. Inge Ahmann übergab die Aufgabe als Sprecherin der achtköpfigen Gruppe an Magdalene Remke . „Wir danken dir für 25 Jahre supertolle Arbeit“, würdigte kfd-Teamsprecherin Viola Fries den ehrenamtlichen Einsatz von Inge Ahmann, „und wir freuen uns, dass du eine Nachfolgerin gefunden hast“.

Inge Ahmann war Mitbegründerin der Eine-Welt-Verkaufsstände, zunächst in der St.-Georg-Pfarrkirche, seit Langem bereits an jedem ersten Freitag im Monat auf dem Wochenmarkt. Dort bieten die Frauen fair gehandelten Kaffee an – abgepackt oder dampfend in der Tasse, was im Herbst nicht nur die Marktbeschicker nebenan freut – heißen Kakao und frische Waffeln, außerdem zum Mitnehmen fair gehandelten Tee, getrocknete Früchte und Honig, dazu Handarbeiten wie Socken oder Körnerkissen. Im Dezember haben die Frauen zusätzlich Piepkuchen im Angebot und sind auch am letzten Freitag vor Weihnachten auf dem Markt.

Der faire Handel („Trans-fair“) verschafft Kleinbauern in Entwicklungs- und Schwellenländern einen etwas höheren Anteil an den Verkaufspreisen und damit bessere Zukunftschancen. Das war vor einem Vierteljahrhundert ein Grund, weshalb Inge Ahmann den Verkauf mit aufbaute. Dass sich mittlerweile Transfair-Produkte auch bei Supermärkten und Discountern in den Regalen finden, hat den Kaffeeumsatz am Wochenmarkt-Stand nicht gemindert, im Gegenteil, hat Inge Ahmann beobachtet. „Die Beschäftigung mit dem Thema fairer Handel ging von solchen kleinen Ständen wie unserem vor 25 Jahren aus“, sagt sie, „aber die Probleme und Ungerechtigkeiten haben sich in dieser Zeit keineswegs erledigt“. Auch deshalb stellen sich die Marktstand-Frauen lieber auf ein Holzbrett, um kalte Füße zu vermeiden, als die Aktion wegen des Wetters ausfallen zu lassen. Früher, erinnert sich eine, hätten sie zusätzlich noch auf dem Adventsmarkt Bratkartoffeln mit Spiegelei frisch zubereitet und angeboten, aber das sei doch immer sehr viel Aufwand gewesen.

Die neue Marktteam-Sprecherin Magdalene Remke, frisch im Ruhestand, sei von ihrer Vorgängerin gefragt worden und hätte gefunden, „das wäre wohl was für mich“, erzählt sie.

Die Erlöse des Marktstands unterstützen die in Saerbeck geborene Ordensschwester Imelda bei besonderen Aufgaben im Rahmen ihrer seelsorgerischen Arbeit in der Fachklinik Hornheide in Münster-Handorf und bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Hospiz Lebenshaus. Zuletzt floss ein Teil des Geldes in Hilfsprojekte von Kaplan Ramesh Chopperapu in seiner Heimatregion in Indien. 2016 kamen insgesamt 1700 Euro zusammen

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