Baumfällungen
Maibaum wird zum Einzelgänger

Saerbeck -

Etlichen Bäumen auf dem Dorfplatz, in der Straße „Am Kirchplatz“ und in der Lindenstraße geht es bis zum Beginn der Schonzeit am 1. März an den Kragen. Das kündigte am Dienstag Bauamtsleiter Andreas Fischer an.

Mittwoch, 14.02.2018, 11:02 Uhr

Den Bäumen auf dem Dorfplatz und der Straße „Am Kirchplatz“ geht es im Zuge von Umgestaltung und Sanierung der Flächen an den Kragen, ebenso dem Baumbestand an der Lindenstraße.
Den Bäumen auf dem Dorfplatz und der Straße „Am Kirchplatz“ geht es im Zuge von Umgestaltung und Sanierung der Flächen an den Kragen, ebenso dem Baumbestand an der Lindenstraße. Foto: Alfred Riese

Der Bauhof hat Spezialgerät gemietet und bereitet sich darauf vor, zuerst am Montag und Dienstag nächster Woche (19. und 20. Februar) am Kirchplatz die Kettensägen anzuwerfen. Die Lindenstraße ist im Anschluss dran.

Die Bäume werden zunächst in etwa einem Meter Höhe gekappt, die Stumpen mit Flatterband gesichert, erklärten Fischer und Christoph Reckert , Leiter des Bauhofs. Die Wurzeln sollen im Zuge des jeweiligen Straßenausbaus entfernt werden. „Das wird optisch ein Riesen-Loch geben“, erwartet Fischer. Gemäß den vom Rat beschlossenen und im Fall der Lindenstraße in Anwohnerversammlungen diskutierten Plänen kommt aber Ersatz, versicherte er.

Die baumlose Phase dauert allerdings etwas, weil das Fällen nach dem 28. Februar auch mit Rücksicht auf brütende Vögel verboten wäre. Für die Sanierung der „Buckelpiste“ läuft die Ausschreibung, sagte Bauamtsleiter Fischer. Die Arbeiten sollen nach dem Aufstellen des Maibaums beginnen. „Der steht dann alleine auf dem Dorfplatz“, meinte Fischer. Die Bauzeit schätzte er auf neun bis zehn Wochen, so dass Straße und Platz noch vor den Sommerferien fertig würden.

Die Pläne dazu hatte das Ingenieurbüro Augé & Partner (Lengerich) geliefert auf der Basis von alten Entwürfen aus dem Büro Büchter. Nach dem Stand des Ratsbeschlusses im September sind für Sanierung und Umgestaltung 200 000 bis 210 000 Euro kalkuliert, vom Land kommen 80 000 Euro Zuschuss. Während grundsätzlich im Rat Einigkeit herrschte, dass die „Buckelpiste“ nach mindestens einem Jahrzehnt mit Diskussion und Verschieben endlich saniert werden muss, hatten sich die Grünen zuletzt für mehr schattenspendende Bäume direkt auf dem Dorfplatz eingesetzt. Die Pläne sehen dort eine größere Freifläche, auch für Veranstaltungen, vor. Acht Bäume entlang der Straße und mitten auf dem Platz sollen fallen, fünf neue an teilweise anderer Stelle in diesem Bereich und mit größeren Baumscheiben gepflanzt werden. Für die neuen Spitzahorne und Linden stellte Christoph Reckert recht große Stammumfänge von 18 bis 20 Zentimeter in Aussicht. Die Baumbilanz werde andernorts ausgeglichen.

Die Baumarbeiten am Kirchplatz Anfang nächster Woche beginnen erst, wenn alle Schüler in den Schulen sind, versicherte Bauhofleiter Reckert. Während des Straßenbaus ab Mai werde es gegebenenfalls insbesondere für den Schülerverkehr Umleitungen geben.

Die Lindenstraße wird gemäß dem Umbauplan bis Ende Februar vorübergehend praktisch baumfrei. Die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Straße kündigte Bauamtsleiter Fischer für die Sommerferienwochen an. Sie sollen möglichst bis zum Schulstart abgeschlossen sein. Auch hier werden neue Bäume an zum Teil anderen Stellen gesetzt.

Nach den Sommerferien beginnt laut Fischer der Ausbau der St.-Georg-Grundschule.

Weitere Baumfällungen im Gemeindegebiet: Bäume an Straßen und auf Plätzen sind nicht erst seit dem jüngsten Sturmtief und den von ihm angerichteten Schäden ein Thema in Saerbeck. Sie stehen seitdem allerdings im Fokus.

Anlieger der Straße Auf der Bleeke am bewaldeten Mühlenbachufer im Wohngebiet hinter Opel Berkemeier hatten sich nach „Friederike“ wegen des Zustands einiger Bäume an den Gemeinderat gewandt. Ihr Anliegen wurde dort in die nächste Sitzung des Planungsausschusses verwiesen.

An der Hembergener Straße hatte der Saerbecker Bauhof noch während der Wind blies dem Kreis Steinfurt die Arbeit abgenommen. Er fällte entlang der Kreisstraße gleich die gesamte Reihe von Birken, über die sich Anwohner seit Jahren beklagen. Das rief heftige Reaktionen seitens der Grünen hervor, die den Umgang mit Bäumen im Dorf insgesamt kritisieren. Im Rat kündigte die Verwaltung nun an, die gemeindeeigene Freifläche in der Ecke Emsdettener Straße (die mit den Infotafeln) neu gestalten zu wollen. Dazu sollen die Bäume auch dort fallen.

Aus den Reihen der Ratsmitglieder und aus der Verwaltung kamen weitere Hinweise auf geschädigte Bäume oder Schäden, die durch Bäume verursacht werden. „Wir müssen an etlichen Orten fällen“, kündigte Bauamtsleiter Andreas Fischer an. Einigkeit herrschte, dass eine Übersicht über Problemfälle erstellt werden soll.

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