Energiestammtisch in der Heizzentrale
Was der Esstisch mit der Mobilität zu tun hat

Saerbeck -

„92 Prozent aller Fahrten gehen immer.“ Das stellte sich bei einer Bürgerumfrage in den Orten Flecken Steyerberg, Liebenau und Saerbeck heraus, als es um Elektroautos und deren Reichweite ging.

Samstag, 10.03.2018, 07:03 Uhr

Die drei Dörfer trafen eine Abmachung, das Thema „Elektromobilität“ gemeinsam voran zu bringen. Wie es darum steht, war jetzt Thema beim Energiestammtisch des Fördervereins Klimakommune Saerbeck.

Mit der Einleitung „Wir werden E-Mobil: Neue Wege zur nachhaltigen Mobilität in ländlichen Kommunen“ führte Guido Wallraven , Klimakommunemanager der Gemeinde Saerbeck, die Gäste in das Thema ein. Mit Berichten über Vorgehensweisen, Umfrageresultate und Hintergrundwissen klärte er die ersten Fragen.

Anschließend berichtete Heinz-Jürgen Weber , Bürgermeister von Flecken Steyerberg, über die Erfahrungen seiner Gemeinde. Bei der Präsentation der Fragebögen, inklusive Auswertungen, ist eines stark aufgefallen: Die Ergebnisse sind nahezu identisch. Die meisten Fahrten werden alleine und in einem Radius von fünf bis 40 Kilometern gefahren. Nur etwa ein Viertel der Befragten gab an, zwischen 40 und 100 Kilometern täglich zu fahren. Das Hauptverkehrsmittel bleibt zwar das Auto, jedoch war den Antworten zu entnehmen: Die Hälfte der Befragten dachten bereits darüber nach, sich ein E-Mobil anzuschaffen.

Meistgenannter Kritikpunkt blieb die mangelnde Batterieleistung. Aber: „92 Prozent aller Fahrten gehen immer“, berichtete Heinz-Jürgen Weber. Er sei sich bewusst, dass längere Fahrten, wie Urlaube, mit mehreren Pausen verbunden seien. Aber man müsse nicht die Ausnahme, sondern den Regelfall betrachten. „Wer hat denn 365 Tage im Jahr einen Essenstisch für 30 Personen im Wohnzimmer stehen?“, fragte er. Dem Argument „es gibt kaum Aufladestationen“ konnte schnell entgegengesetzt werden, dass Emsdetten, Greven und Ladbergen eine öffentliche Ladestation bieten. Auch Saerbeck wird ab nächstem Sommer Ladestationen bieten können. Eine davon wird am Bevergerner Damm/Ecke Ferrieres Straße stehen. Heinz-Jürgen Weber ist sich über den Erfolg der E-Verkehrsmittel sicher: „2025 wird da keiner mehr drüber nachdenken, bis dahin wird es etabliert sein.“

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