Kita-Provisorium kommt auf bisherige Ackerfläche
Nicht vergleichbar mit Containern

Saerbeck -

Das Provisorium für die zusätzliche, sechste Kita zieht nicht in das Gebäude des Jugendzentrums an der Industriestraße ein.

Mittwoch, 14.03.2018, 17:03 Uhr

Vergleichbare Module wie die, die jetzt in Saerbeck aufgestellt werden sollen, stehen in Greven an der Teichstraße.
Vergleichbare Module wie die, die jetzt in Saerbeck aufgestellt werden sollen, stehen in Greven an der Teichstraße. Foto: Peter Beckmann

Stattdessen haben der Bürgermeister und die vier Fraktionsvorsitzenden in einer Dringlichkeitsentscheidung beschlossen, Hausmodule zu mieten und auf eine bisherige Ackerfläche zwischen dem Kindergarten St. Marien und dem Seniorenzentrum stellen zu lassen. Der Jugend-, Schul- und Sportausschuss stellte sich in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig hinter diese Entscheidung.

Den Umzug des JuZe in den Bürotrakt des früheren Druckhauses Ortmeier und den Umbau des Gebäudes an der Industriestraße 1 habe man fallen lassen, weil die Kosten seit dem Ratsbeschluss dazu stark gestiegen seien, erklärte Bürgermeister Wilfried Roos. Das Kreis- und das Landesjugendamt hatten zwischenzeitlich viel größeren Umbaubedarf festgestellt als zunächst im Rathaus angenommen. Unterm Strich hätte diese Lösung 300 000 Euro Kosten auf vier Jahre verursacht, ist der Dringlichkeitsentscheidung zu entnehmen. Zudem habe sich das Landesjugendamt am Ende nur auf eine Genehmigung für zwei Jahre einlassen wollen.

Die neue Lösung findet auf einem Acker statt, der direkt an den Spielplatz des katholischen Kindergartens St. Marien grenzt und im Besitz der Pfarrgemeinde St. Georg ist, die auch Träger der Kita wird. Dort sollen für zwei Jahre Module in Holz-Sandwich-Konstruktion aufgestellt werden. Das kostet laut der Dringlichkeitsentscheidung insgesamt 170 000 Euro. Das hohe Tempo sei nötig, damit die Kita pünktlich zum 1. August diesen Jahres den Betrieb aufnehmen kann, erklärte Bürgermeister Roos. Eile habe auch Not getan, weil Saerbeck nicht die einzige Gemeinde sei, die solche Module für Kita-Provisorien brauche.

Man habe Module der Baureihe besichtigt und sich „überzeugt, dass sie als Übergangslösung passen“, so Roos. Der Standard, unter anderem mit Fußbodenheizung, sei nicht vergleichbar mit dem, was man sich unter „Container“ vorstellt und besser als das JuZe nach einem Umbau, warb Schulamtsleiter Guido Attermeier. Die neue Lage sei günstig, weil der große Spielplatz des Kindergartens St. Marien direkt nebenan liegt. Der Kita-Pavillon verfüge über einen eigenen Mehrzweckraum, Einschränkungen im Kindergarten nebenan gebe es deshalb nicht. Die Zufahrt soll über die Straße „Am Badesee“ erfolgen.

Bürgermeister Roos betonte, dass nun „sehr zeitnah ein endgültiger Standort für die sechste Kita gefunden“ werden müsse. Der soll im nächsten Neubaugebiet liegen, über das offensichtlich zurzeit verhandelt wird.

St. Georg als Kita-Träger bestätigt:Zeitgleich mit dem Jugend-, Schul- und Sportausschuss in Saerbeck tagte der Kreisjugendhilfeausschuss. Dessen Mitglieder bestätigten mehrheitlich den Beschluss den Saerbecker Rats, dass die katholische Kirchengemeinde St. Georg Träger der neue Kita werden soll. Wie in Saerbeck gab es einzelne Stimmen, die eine direkte kirchliche Trägerschaft ablehnten. St. Georg betreibt in Saerbeck bereits den Kindergarten St. Marien. Weitere Kita-Träger im Dorf sind die Evangelische Jugendhilfe Münsterland und der DRK-Kreisverband Tecklenburger Land. Um die neue Trägerschaft hatten sich auch der DRK-Kreisverband, der Jugend- und Familiendienst Rheine e.V. und das Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche Ibbenbüren e.V.

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