Gastschüler aus Ferrieres in der MKG
Zur Not hilft der Google-Übersetzer

Saerbeck -

Wie merkt man, dass man Französisch nicht nur für die Schule lernt? Indem man es spricht, am besten mit Franzosen.

Freitag, 13.07.2018, 11:30 Uhr

Französische Gastschülerinnen und ihre Gastgeberinnen von der MKG stecken die Köpfe zusammen und bereiten sich auf das zweisprachige Tandemquiz vor.
Französische Gastschülerinnen und ihre Gastgeberinnen von der MKG stecken die Köpfe zusammen und bereiten sich auf das zweisprachige Tandemquiz vor. Foto: Alfred Riese

Viel Gelegenheit dazu haben in diesen Tagen sieben Neuntklässlerinnen der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG). Sechs Schülerinnen aus Saerbecks französischer Partnergemeinde Ferrières sind bei ihren Familien zu Gast.

Lisa, Hina, Emie, Emeline, Anael und Ludivine sind wie ihre Gastgeberinnen Johannaa, Celine, Lysann, Nele, Johanna, Marie und Annika 14 bis 15 Jahre alt, sie lernen seit drei Jahren Deutsch und sind nun zum ersten Mal in Saerbeck. Wenn sie von ihrem Programm erzählen, wird klar, dass sie ihre erste Ferienwoche in Frankreich gegen ein intensives Kennenlernen von Land, Leuten und Sprache in Deutschland eingetauscht haben. Zwischen Ankunft am vergangenen Samstag und Abreise am Sonntag standen auf dem Plan unter anderem: Burg Vischering und Schloss Nordkirchen, Führungen durch MKG (die erledigten Französisch-Schüler aus dem achten Jahrgang), das Heimatmuseum und den Bioenergiepark, Touren nach Münster und Köln, in den Zoo und am Samstag zum Abschluss Bowling. Und natürlich deutscher Unterricht in den französischen Ferien.

Der Friedenssaal in Münster und die ganzen Kirchen, das Museum Ludwig, das fanden die Französinnen und ihre Gastgeberinnen nicht ganz so interessant, gaben sie zu. Aber das neue Foucaultsche Pendel in Münster schon. Und das Schokoladen-Museum in Köln erst: Naschen und eigene Schokolade herstellen. Das Allerbeste sei aber, den ganz normalen Alltag ihrer Gastgeberinnen in Schule und Freizeit kennenzulernen, da waren sich die sechs aus Ferrières einig. Dass da zufällig Pferdeliebhaberinnen zusammengekommen waren, passte umso besser.

Wie sich Gäste und Gastgeber und die Verstärkung aus weiteren Französischkursen aufeinander eingestimmt hatten, zeigten sie am Donnerstag beim zweisprachigen Tandem-Quiz und einem ebenfalls zweisprachigen Ortsporträt von Ferrières – dieses Mal nicht aus dem Prospekt, sondern aus erster Hand.

Cornelia Kiefhaber, die als Französischlehrerin die Schülerkontakte betreut, freute sich, dass zum Ende des Besuchs in Saerbeck alle französischen Gäste Gegeneinladungen für die MKG-Schülerinnen ausgesprochen hatten. Die Erste fährt schon in diesen Sommerferien hin.

MKG-Schülerin Ellen hadert zwar zurzeit ein wenig mit der doch recht schwierigen französischen Grammatik, aber sie bleibt wie die anderen um sie herum dabei: „Wir haben in der sechsten Klasse Französisch gewählt, weil wir fanden, dass das gut und wichtig ist“. Den aktuellen Stand der Kommunikationsmöglichkeiten fasst Gastgeberin Nele so zusammen: „Sie verstehen, was wir wollen, und wir verstehen, was sie wollen.“ Und wenn mal doch nicht, hilft der Google-Übersetzer.

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