Was macht eigentlich die EGST?
Probesitzen im Müllwagen und skurrile Exponate

Saerbeck -

Wenn am Samstag und Sonntag, 8. und 9. September, unter dem Motto „Bioenergiepark mal anders“ ein großer Tag der offenen Tür mit vielen spannenden Attraktionen für Groß und Klein stattfindet, werden fünf Jahre Bioenergiepark, zehn Jahre Klimakommune und 25 Jahre EGST gefeiert. Dabei fragen sich immer noch viele: Wer ist eigentlich die EGST?

Dienstag, 04.09.2018, 08:50 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 04.09.2018, 08:42 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 04.09.2018, 08:50 Uhr
Im Verwaltungsgebäude kann ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Münster besichtigt werden.
Im Verwaltungsgebäude kann ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Münster besichtigt werden. Foto: Ulrich Gunka

Die Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH (EGST) wurde am 1. Juli 1993 als eine Tochtergesellschaft des Kreises Steinfurt gegründet und ist für die Entsorgung des Abfalls aller Bürger im Kreisgebiet zuständig. Beatrice Daal, Pressesprecherin der EGST, sagt: „Wir haben nie ein Problem damit gehabt, recht unbekannt zu sein. Wenn der Bürger seine Tonne an die Straße stellt und alles reibungslos klappt und er anschließend nie wieder an diesen Müll denken muss, dann haben wir unsere Aufgabe doch gut gemacht.“

Auch wenn die EGST keine eigenen Müllfahrzeuge durch die Straßen schickt (das erledigen die Städte und Gemeinden), so ist sie doch für die Entsorgung dessen zuständig, was in den brauen, schwarzen, blauen und gelben Tonnen im Kreis landet. Auch das Schadstoffmobil, das regelmäßig in allen Gemeinden im Kreis halt macht und flüssige Schadstoffe einsammelt, fährt im Auftrag der EGST, schreibt diese in einer Pressemitteilung.

Welche Aufgaben die EGST noch alles übernimmt, kann man am Sonntag herausfinden. Ab 11 Uhr kann das Kompostwerk besichtigt werden, wo all das landet, was die Bürger des Kreises in ihre Biotonne werfen. Dabei sollten Besucher auch unbedingt einen Blick auf den Schaukasten werfen, in dem besonders interessante Exponate ausgestellt werden, die eigentlich niemals in einer Biotonne landen sollten. Probesitzen im Müllwagen oder im großen Radlader ist auch möglich.

Ein absolutes Highlight ist ein Vortrag von Klaus Krohme, dem Leiter des Kreislehrgartens in Steinfurt. Vielen ist er jedoch besser bekannt als der Fernsehgärtner des WDR, der regelmäßig Tipps für die Pflege der Pflänzchen gibt. Der Vortrag beginnt um 11.30 Uhr im Waagegebäude am Kompostwerk. Da die Plätze begrenzt sind, lohnt sich rechtzeitiges Erscheinen. Klaus Krohme wird Tipps zum richtigen Düngen mit Kompost geben. Er beantwortet auch gerne Fragen zu ganz anderen botanischen Themen.

Für die kleinen Besucher fährt die EGST mit einer Hüpfburg und mit süßem Popcorn auf. Außerdem werden gemeinsam mit den Saerbecker Kindergärten Blumenbomben gebaut. Mit der bunten Saatmischung soll der Bioenergiepark zum Blühen gebracht werden.

Im Verwaltungsgebäude der EGST, das vielen noch als Stabsgebäude der Bundeswehr bekannt ist, kann der Smart Mirror der FH Münster besichtigt werden. Dies ist ein prämiertes Forschungsprojekt, das den Weg von Plastikprodukten, die man täglich nutzt, hin zu Mikroplastik in den Weltmeeren aufzeigt. Bei einem kleinen Quiz zum Thema Abfallentsorgung können Besucher mit ihrem Fachwissen glänzen und tolle Preise gewinnen.

Weitere Infos zum Tag der offenen Tür folgen auch über die Facebook-Seiten der EGST und Klimakommune.

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