Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises
Saerbeck als Vorbild für andere

Saerbeck -

Bereits seit elf Jahren wird an Städte und Kommunen der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Zunächst wurde dieser an Unternehmen vergeben, die besonders nachhaltig produzierten. Im Jahre 2011 kamen Kommunen hinzu. Glück für Saerbeck. Die Gemeinde wurde nun mit diesem besonderen Preis ausgezeichnet.

Mittwoch, 12.09.2018, 16:54 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 08:35 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 16:54 Uhr
Freude über die Auszeichnung (v.l.): Bürgermeister Wilfried Roos, Moderator Stefan Schulze-Hausmann und Prof. Dr. Günther Bachmann vom Rat für Nachhaltige Entwicklung, der auch ein Preisgeld von 30 000 Euro überreichte, das in nachhaltige Projekte der Zukunft investiert werden soll.
Freude über die Auszeichnung (v.l.): Bürgermeister Wilfried Roos, Moderator Stefan Schulze-Hausmann und Prof. Dr. Günther Bachmann vom Rat für Nachhaltige Entwicklung, der auch ein Preisgeld von 30 000 Euro überreichte, das in nachhaltige Projekte der Zukunft investiert werden soll. Foto: Vera Brüssow

„Sie sind bekannt. Sie waren uns auch vor der Preisvergabe bekannt. Als Klimakommune“, fasst Professor Dr. Günther Bachmann vom Rat für Nachhaltige Entwicklung Saerbecks Engagement zusammen. Er lobte die Beharrlichkeit der Klimakommune, da sie nicht nur das Thema Klima weiter nach vorne bringe. Auch die Themen Bildung, Mobilität und Einbeziehung der Bevölkerung waren ausschlaggebend für Saerbeck als Preisträger. Dieses Einbringen sei kein Durchschnitt in Deutschland, dieses Streben sei Vorbild für andere. So vorbildlich, dass sich bereits Ratsmitglieder amerikanischer und japanischer Städte im Bioenergiepark informierten und im regen Austausch stehen.

Bürgermeister Wilfried Roos ist stolz auf den Preis. Doch die nun ausgezeichnete Arbeit wäre nicht ohne Unterstützung anderer möglich gewesen. Die Mitarbeiter der Verwaltung, des Rates und der Landrat waren stets tatkräftig dabei. „Wir sind hier heute wie eine Familie“, fasst Roos die enge interne Zusammenarbeit zusammen. Ein besonderer Dank gilt allerdings der „Bevölkerung Saerbecks“, die in den vergangenen zehn Jahre stets Ideen und Unterstützung einbrachte.

Vor zehn Jahren entwickelte Saerbeck die Idee, auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände einen Bioenergiepark für die Nachhaltigkeit zu entwickeln. Im Park wird Strom aus Wind, Sonne und Biomasse erzeugt. Inzwischen sogar viel mehr, als die Saerbecker selbst verbrauchen können.

Der Bevölkerung sollte mit der eigenen Energie ein Mehrwert geschaffen werden. Das ist gelungen. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis beweist nun, dass sich die Arbeit gelohnt hat und Saerbeck zu Recht eine klimaneutrale Kommune ist.

„Saerbeck war eine Modell-Kommune“, betont Johannes Dierker von der Jugendbildungsstätte Saerbeck. Das bedeute, Strahlkraft für Saerbeck und Strahlkraft für die Zukunft zu entwickeln. Der Bioenergiepark ist ein spannender Lernort, der sich nicht nur an die Region richtet.

Zu den Zielen für Saerbecks Zukunft zählen die klimafreundliche Mobilität, weiterhin gilt es, eigene Potenziale der erneuerbaren Energie zu nutzen. Geplant ist, einen Radweg von der Gemeindemitte zum Bioenergiepark als Fahrrad-Runway zu nutzen. Die zur Verfügung gestellten Räder sollen Schüler in Zukunft nutzen können, die in Saerbeck mit dem Bus ankommen, um den Bioenergiepark zu besuchen.

Zudem ist die Agenda 2030 auch Thema für Bürgermeister Roos: „Saerbeck sollte bis 2030 energieneutral sein, das wurde bereits 2013 erreicht und weiter ausgebaut.“ Nun ist das Thema Wärmeversorgung unter anderem durch Energiespeicherung besonders wichtig. Erneuerbare Energie soll eben nicht nur produziert, sondern auch genutzt werden.

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