Aus nach 13 Jahren
DRK beendet Königsberg-Hilfe

Saerbeck -

5000 einzelne Spendenteile haben Gerhard Lepkojus und sein Team in mehr als einem Jahrzehnt gesammelt und mit Hilfstransporten in das russische Kaliningrad gebracht. Das DRK Saerbeck meldet nun das Ende dieser Aktion. Die Umstände würden immer schwieriger.

Montag, 17.09.2018, 17:16 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 17:16 Uhr
Gerhard Lepkojus (Mitte) und Helfer, die im Juni 2017 einen der letzten Transporte nach Kaliningrad beladen haben.
Gerhard Lepkojus (Mitte) und Helfer, die im Juni 2017 einen der letzten Transporte nach Kaliningrad beladen haben. Foto: Alfred Riese

Auf Vorschlag des Initiators und Hauptorganisators Gerhard Lepkojus hat der Saerbecker DRK-Vorstand die jahrelange Königsberg-Hilfe, heute Kaliningrad, und die damit verbundenen Hilfstransporte beendet. Das teilt der Ortsverein in einer Presseinformation mit.

Gleich mehrere Gründe gab es: Zum einen standen vor allem die hohen Zoll- und Mandatskosten bei der Einfuhr in das russische Gebiet, teilweise auch die Transportkosten zuletzt im keinem guten Verhältnis mehr zu den Warenlieferungen. Zum anderen konnte ein Nachfolger für Gerd Lepkojus nicht gefunden werden. Auch gibt es zurzeit in Saerbeck keinen Sammel- und Lagerraum.

Seit 2005 haben Gerd Lepkojus und sein Team in 25 Transporten etwa 5000 Teile nach Königsberg in seine alte Heimat geliefert, um dort bedürftigen und ärmeren Menschen zu helfen. Es sehe dort seitdem, so Lepkojus, vieles besser aus, es gebe aber nach wie vor auch einen hohen Anteil sehr bescheiden lebender Personen.

Annette Willebrandt als Vizepräsidentin des Kreis– DRK und Alfons Günnigmann als Vorsitzender des Orts-DRK bedankten sich im Namen der Vorstände bei Lepkojus und seinem Team für die intensiv geleistete Arbeit. Der Saerbecker DRK-Vorstand bedankt sich auch ausdrücklich bei der Saerbecker Bevölkerung für die zahlreichen Sach- und Geldspenden in den vergangenen 13 Jahren. Die Waren wurden in Altenheime, Kinderheime und Krankenhäuser, einer Sozialstation für Invaliden und auch in Privathaushalte verteilt.

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