Winterquartier für 1000 Schafe
Ausweichmöglichkeit im Naturschutzgebiet am Lengericher Damm gefunden

Saerbeck -

„Ein Viertel Coburger Fuchsschafe, ein Viertel Mischlinge und die andere Hälfte Rhönschafe“, zählt Maik Randolph auf. Er spricht von seiner Schafherde, die mittlerweile aus knapp 1000 Tieren besteht. Diese werden auf den Wiesen des Naturschutzgebietes am Lengericher Damm überwintern. 

Montag, 29.10.2018, 12:20 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 29.10.2018, 12:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 29.10.2018, 12:20 Uhr
Schäfer Maik Randolph kann auf die ständige Unterstützung seiner Partnerin Reinhild Altinger zählen.
Schäfer Maik Randolph kann auf die ständige Unterstützung seiner Partnerin Reinhild Altinger zählen. Foto: Belinda Raffel

„Ich habe als Kind meine Ferien oft bei meinen Großeltern verbracht. In der Zeit habe ich meine ersten Erfahrungen mit Schafen gemacht, das war der Anfang von allem“, sagt Maik Randolph . Im Jahr 1995 hat er seine Ausbildung absolviert und seine drei ersten, eigenen Schafe gekauft. „Danach ging alles sehr schnell. Vor zwölf Jahren bestand meine Herde schon aus 200 Tieren.“ Hauptberuflicher Schäfer ist er nun seit über 25 Jahren.

Der 43-Jährige hat seinen Hauptsitz in Iserlohn, Mär-kischer Kreis. „Wegen dem brutalen Sommerwetter sind in der Region viele Wiesen eingetrocknet. Es war kaum noch gutes Gras vorhanden, weshalb ich nach einer Ausweichmöglichkeit gesucht habe“, erklärt er. „Mit so vielen Schafen dauert die Suche etwas länger. Da fährt man schon Mal 150 Kilometer für einen geeigneten Platz.“

Wie es der Zufall so wollte, verschleppte es den Schäfer vor vier Jahren schon einmal nach Saerbeck. Mit Georg Lehringfeld blieb er seitdem in Kontakt: Gemeinsam und mit Hilfe einiger anderer Landwirte lösten sie das Problem der fehlenden Weideflächen und organisierte Wiesen für die Schafe.

Um alle 1000 zu transportieren, benötigte es drei ganze Lkw, die jeweils eine Strecke von 150 Kilometern fuhren. Am Donnerstag waren die ersten beiden Transporte unterwegs, am Freitag dann der letzte. „Genauer gesagt sind es 950 Schafe und 40 Ziegen, die ich mitgebracht habe“, gibt Maik Randolph zu. Unter den 950 Schafen finden sich drei verschiedene Rassen: „Die Fuchsscharfe haben rot-braune Beine und einen rot-braunen Kopf sowie eine eher beige Wolle. Die Rhön-Schafe erkennt man an ihren weißen Beinen und ihrem schwarzen Kopf. Die Kreuzungen haben auch einen schwarzen Kopf, schwarze Beine und ein beige-weiß geflecktes Fell.“

Die Schafe werden voraus-sichtlich bis Mitte Januar im Naturschutzgebiet grasen. Mögliche Risiken sind Frost, Schnee und Rehe. Maik Randolph – und seine Schafe – würden sich über weitere zur Verfügung stehende Wiesen freuen.

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