Kolping-Gedenktag mit Ehrungen
Pionierarbeit vor Ort und international

Saerbeck -

„In Malawi habe ich gesehen und erlebt, welch ein langer Weg es ist, bis man bei einer Kolpingsfamilie ankommt, wie wir sie in Saerbeck haben.“ Dieses spannende Fazit zog Johanna Entrup, Mitglied der Kolpingjugend, nach einem arbeits- und erlebnisreichen Jahr im Südosten Afrikas.

Dienstag, 04.12.2018, 08:15 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 15:40 Uhr
Kolpingvorsitzender Alfons Bücker (li.) sowie Pfarrer Peter Ceglarek und Präses Werner Heckmann (3.u.4.v.li.) dankten den Jubilaren für ihre langjährige Mitgliedschaft.
Kolpingvorsitzender Alfons Bücker (li.) sowie Pfarrer Peter Ceglarek und Präses Werner Heckmann (3.u.4.v.li.) dankten den Jubilaren für ihre langjährige Mitgliedschaft. Foto: Kolping/Harald Westbeld

Mit Kolping International kümmerte sie sich intensiv um den Aufbau von zwei Kolpingsfamilien in Malawi. Über ihre Eindrücke und die Schwerpunkte der Arbeit der Kolpingsfamilien auch in Tansania berichtete sie mit vielen Bildern in einem Kurzvortrag während des Kolping-Gedenktages am Sonntagmorgen im Pfarrheim.

Unterstützt wurde das Projekt von Johanna Entrup durch die Kolpingjugend. Viel Applaus gab es von den zahlreichen Kolpingern, die sich zur Feier des traditionellen Kolping-Gedenktages versammelt hatten. „Es ist toll, was Du in Malawi geleistet hat“, lobte auch der Kolping-Vorsitzende Alfons Bücker. „Das war echte Pionierarbeit.“

Pionierarbeit – allerdings nicht auf internationalem Parkett, sondern in Saerbeck – haben auch einige der Jubilare geleistet, die am Sonntagmorgen besonders geehrt wurden. Seit 60 Jahren gehören Ewald Beermann und Johannes Liemann der Kolpingsfamilie an. Für die Gründung und den Aufbau des Blasorchesters machte sich Ewald Beermann stark. „Wir waren 1962 auf einem Kolpingtreffen und haben erlebt, wie andere Kolpingsfamilien sich intensiv um Blasmusik kümmerten“, erzählte Beermann. „Das können wir auch“, sagten sich die Saerbecker Musiker und ließen schon wenige Tage später Taten folgen. Das Blasorchester, für das Ewald Beermann zwischenzeitlich selbst den Dirigentenstab in die Hand nahm, und in dem er noch heute die Tuba spielt, ist aus der Kolpingsfamilie und aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken. Ebenfalls aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken ist der Karneval, mit dem der Name Johannes Liemann eng verbunden ist. Liemann, der von 1973 bis 1977 als Vorsitzender die Geschicke der Kolpingsfamilie lenkte, prägte über zwei Jahrzehnte im Festausschuss und als Sitzungspräsident das jecke Geschehen in Saerbeck.

Für 50-jährige Mitgliedschaft erhielt Albert Stegemann die goldene Verbandsnadel. Mit der silbernen Verbandsnadel für 25-jährige Zugehörigkeit zur Kolpingsfamilie wurden Hermann Dierschke, Antonius und Marlies Grüter, Florian Bücker, Patrick Beermann und Christian Stegemann ausgezeichnet. „Die Mitglieder sind das wichtigste Gut unserer Kolpingsfamilie “, so Alfons Bücker. „Das zeigen einmal mehr die Jubilarehrungen in diesem Jahr.“

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