Maximilian-Kolbe-Gesamtschule
„Anmeldezahlen auf ein gesundes Maß eingependelt“

Saerbeck -

Bei noch einmal gesunkenen Anmeldezahlen hat die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) weiterhin mehr Bewerber als Plätze. Der kommissarische Schulleiter Maarten Willenbrink spricht von einem erwarteten Rückgang in Folge der Gesamtschulneugründungen der vergangenen Jahre in der Region.

Samstag, 16.02.2019, 07:00 Uhr
Maarten Willenbrink, seit Februar kommissarischer Schulleiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule.
Maarten Willenbrink, seit Februar kommissarischer Schulleiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule. Foto: Alfred Riese

Die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) verzeichnet 126 Anmeldungen für den nächsten fünften Jahrgang. Das berichtete Maarten Willenbrink , kommissarischer Schulleiter, am Freitag direkt nach Ende der Anmeldetage auf Nachfrage dieser Zeitung. Aufgenommen werden gemäß der Beschlusslage und der Abstimmung mit der Schulträgergemeinde Saerbeck 112 Schüler.

Der Rückgang der Anmeldezahlen setzt sich damit fort. Er hat eingesetzt mit der Neugründung von Gesamtschulen in der Region, in der Saerbeck lange Zeit als einziger Ort eine Schule dieses Typs angeboten hatte. „Der Rückgang war so zu erwarten nach den Prognosen der Schulentwicklungsplanung“, sagte Maarten Willenbrink. Diese Prognose mussten Lengerich und Tecklenburg aufstellen, um die Auswirkungen der Gründung einer neuen gemeinschaftlichen Gesamtschule auf die Nachbarkommunen vorherzusagen. „Aus schulischer Sicht ist es zu begrüßen, wenn die Anmeldezahlen sich auf ein gesundes Maß einpendeln“, bewertete der kommissarische Schulleiter das aktuelle Ergebnis. „Wir haben der Elternschaft in Aussicht gestellt, dass die Zahlen sinken, es aber weiter einen Überhang gibt“, sagte er.

An der MKG sind nun, wie bisher in der Schulgeschichte immer, Entscheidungen über Aufnahme oder Absage nötig. Das Verfahren bleibt unverändert, erklärte Maarten Willenbrink. Kriterien seien ein ausgewogenes Verhältnis von Jungen und Mädchen und die Leistungsheterogenität, also die Anteile der verschiedenen Schulformempfehlungen und Notendurchschnitte im zukünftigen Jahrgang. Ob schon ein Geschwisterkind an der MKG ist oder der Herkunftsort spielen keine Rolle, stellte der kommissarische Schulleiter klar: „Wir nehmen nicht mit Priorität Schüler aus einem bestimmten Ort, zum Beispiel Saerbeck, auf.“ Ein Teil der Plätze werde nach Leistung vergeben, ein Teil zugelost. Die Bescheide sollen Anfang nächster Woche in die Post gehen, kündigte Maarten Willenbrink an.

Bei rückläufiger Anmeldezahl hätten Elterngespräche ergeben, dass keineswegs die Attraktivität der MKG gesunken sei, sagte Willenbrink. Der Grund sei das gestiegene Gesamtschulangebot in der Region. Es kämen nach wie vor auch Anmeldungen aus Orten mit eigener Gesamtschule. „Die MKG bleibt gut aufgestellt“, ist Willenbrinks Fazit.

2018 gab es an der MKG 147 Anmeldungen, ein Jahr zuvor 187. Der Höhepunkt war im Jahr 2009 mit 284 Anmeldungen. Die Zahl der Anmeldungen von Viertklässlern aus Saerbeck bewegte sich zwischen knapp 50 und rund 70. In bisher zwei Jahren (2018 und 2016) bekamen alle angemeldeten Saerbecker Kinder einen positiven Bescheid. Mit den insgesamt sinkenden Zahlen steigen die Chancen von Saerbecker Viertklässlern auf einen Wechsel in die weiterführende Schule im Ort.

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