Jubiläums-Meister ausgezeichnet
Paul Schlüter: Vom Faden zur Fliese

Saerbeck -

Der dritte Meisterbrief hängt im Büro von Fliesen Schlüter: Der 50 Jahre alte von Paul Schlüter, der von dessen Sohn Ralf und seit Kurzem der goldene des Seniors. Dabei war der zuerst gelernter Schneider.

Samstag, 09.03.2019, 08:00 Uhr
Der Goldene Meisterbrief von Paul Schlüter (Mitte) hängt im Büro neben dem Meisterbrief seines Sohnes Ralf (rechts). Es gratulierte zum Jubiläum Alfred Engeler von der Kreishandwerkerschaft.
Der Goldene Meisterbrief von Paul Schlüter (Mitte) hängt im Büro neben dem Meisterbrief seines Sohnes Ralf (rechts). Es gratulierte zum Jubiläum Alfred Engeler von der Kreishandwerkerschaft. Foto: Alfred Riese

Mit dem Goldenen Meisterbrief hat die Handwerkskammer Münster jetzt Paul Schlüter ausgezeichnet.

Vor gut 50 Jahren bestand er die Prüfung zum Meister im Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerk. Aus der Geschäftsleitung des lange Zeit vom ihm geführten Betriebs „Fliesen Schlüter“ schied der 78-Jährige erst Anfang 2016 aus. An der Wand im Büro hängt zwischen seinem ursprünglichen und dem Jubiläums-Meisterbrief die Prüfungsurkunde seines Sohnes Ralf . Er arbeitet seit 1987 im Betrieb, seit 25 Jahren als Geschäftsführer.

Der Ur-Saerbecker Paul Schlüter war zunächst gelernter Schneider im Familienbetrieb, bevor er sich den Boden- und Wandbelägen zuwandte und den Betrieb von seinem Bruder übernahm. Als er Ende der 1960er Jahren seinen Meister machte, waren die 15-mal-15-Zentimeter-Platte mit 10er-Sockel in Weiß oder Elfenbein in Mode, erinnert sich Paul Schlüter. Seitdem gehört für ihn auch die Fachzeitschrift „Fliesen und Platten“ zur regelmäßigen Lektüre. „Er geht immer noch regelmäßig ins Büro und fragt nach der neuesten Ausgabe“, erzählt seine Frau Monika.

Auf sie verweist der Jubiläums-Meister auch für die Frage nach Tipps zur Fliesenauswahl. Monika Schlüter, gelernte Steuerfachangestellte, arbeitete lange im Betrieb mit, und hat eine griffige Antwort: Pflegeleicht und schick sollten die Fliesen sein, und Kunden müssten auf richtige Beratung achten. Im Fachbetrieb, versteht sich. Da stimmt ihr Sohn Ralf als aktueller Geschäftsführer zu: „Die richtige Beratung ist das A und O, aber die kommt im Internet-Zeitalter schnell zu kurz.“

Den „Dank für erfolgreiche Berufstätigkeit im Handwerk und jahrzehntelange Treue zum Berufsstand“ überbrachte Alfred Engeler von der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf. „Dafür war Rückendeckung zu Hause nötig“, hob er die Rolle von Paul Schlüters Frau Monika hervor.

Mit der Langlebigkeit der eigenen Fliesen im Betriebsgebäude an der Industriestraße ist es nicht mehr weit her. Ab Juli entsteht im Gewerbegebiet Schulkamp ein Neubau, in den das Unternehmen verlagert wird, kündigte Ralf Schlüter am Rande der Verleihung des Goldenen Meisterbriefs an.

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