SWL: 250 neue Kunden
Dreifache Win-Situation

Saerbeck -

Der Ökostrom-Markt in Saerbeck ist seit der Neuorientierung der SaerGas GmbH auf das flexible Spitzenlastgeschäft in Bewegung. Die Stadtwerke zweier Nachbarstädte werben um Wechselkunden, und lokale Unternehmen wirken dabei mit. 250 Verträge, garniert mit Gutscheinen vom Cafe Liesenkötter und dem Wildfreigehege, melden jetzt die Stadtwerke Lengerich.

Samstag, 09.03.2019, 06:00 Uhr
Freuen sich, wenn Sonne scheint und wenn mehr Ökostrom in die Leitungen fließt: Alex Hammerschmidt (SWL), Beate Liesenkötter vom gleichnamigen Café und Christoph Behring (Wildfreigehege).
Freuen sich, wenn Sonne scheint und wenn mehr Ökostrom in die Leitungen fließt: Alex Hammerschmidt (SWL), Beate Liesenkötter vom gleichnamigen Café und Christoph Behring (Wildfreigehege). Foto: red

Seitdem die SaerGas GmbH mit ihrer Biogasanlage im Bioenergiepark (BEP) die Ökostromlieferung an Einzelkunden zum Jahreswechsel eingestellt hat, haben die Stadtwerke Lengerich (SWL) 250 neue Kunden. Die SaerGas investierte zusätzlich und wechselte in das Geschäft mit flexibler Einspeisung bei Bedarf, das in einer veränderten Rechtslage mehr betriebswirtschaftliche Sicherheit verspricht. Die SWL – wie zeitgleich auch die Stadtwerke Emsdetten – erkannten die Lücke und machten eigene Ökostromangebote, auch an Haushalte, die nicht zu den zuletzt 360 SaerGas-Kunden gehörten.

Für Beate Liesenkötter ist diese Bewegung im örtlichen Stromanbieter-Markt eine „dreifache Win-Situation“. Das gleichnamige Café wie auch das Wildfreigehege kooperierten mit den SWL, die ihren Tarif mit Gutscheinen bewarben. Wenn jetzt die Sonne auf Solarstromanlagen scheint und der Wind die Räder dreht, gehen auch die Menschen wieder raus, so der Gedanke, vielleicht ins Wildfreigehege oder ins Café. „Ich finde es gut, wenn regionale Unternehmen sich unterstützen“, findet Beate Liesenkötter. Christoph Behring steht ebenso wie sie hinter erneuerbaren Energien: „Je mehr Ökostrom gekauft wird, je höher der Anteil, desto besser“, findet er und hofft, dass es so weitergeht.

Für die SWL mit etwa 20 000 Stromkunden sind die 250 neu gewonnenen Haushalte in Saerbeck offenkundig nur ein kleiner Teil des Markts. Beim Thema erneuerbare Energie sieht Alex Hammerschmidt von den SWL Saerbeck allerdings „hervorragend aufgestellt“. Sein Unternehmen kann aus rechtlichen Gründen lediglich zertifizierten Ökostrom anbieten und keine Direktvermarktung etwa aus dem Bioenergiepark versprechen. „In zehn bis 15 Jahren reden wir nur noch über 100 Prozent grünen Regio-Strom“, glaubt Hammerschmidt. In Saerbeck gäbe es dank des Bioenergieparks ja auch mehr als genug davon.

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