Nachlese zur Saerbecker Sportschau
Reiterverein ringt um gute Perspektive

Saerbeck -

Der Paul-Beckschwarte-Preis, Kunstrasen bei Falke und die Zukunft des Reitervereins waren Themen bei der Sportschau.

Dienstag, 12.03.2019, 09:00 Uhr
„Wunderschön“ fand Petra Hartken, Trainerin der Pony-Mannschaft mit dem zweiten Platz bei der Westfalen-Schärpe, die Sportschau im Interview mit Oli Materlik (links) und Michael Muth.
„Wunderschön“ fand Petra Hartken, Trainerin der Pony-Mannschaft mit dem zweiten Platz bei der Westfalen-Schärpe, die Sportschau im Interview mit Oli Materlik (links) und Michael Muth. Foto: Alfred Riese

Mit „Amazing Grace“, zu Deutsch etwa „erstaunliche Gnade“ leiteten die Dudelsack- und Trommelspieler der Ems-Highlander bei der „Saerbecker Sportschau“ zur Verleihung des Paul-Beckschwarte-Preises über. Diese Auszeichnung vergibt die Gemeinde für besondere Verdienste um den Sport in Saerbeck – für das Ehrenamt von Trainern oder Funktionären als Geschenk, wenn man so will.

Nach Paul Schräer und Walter Thiemann ging der dritte Paul-Beckschwarte-Preis am Freitag an Alfred Wennemann . In seiner Laudatio musste Bürgermeister Wilfried Roos lediglich die Zahl 50 in den Mittelpunkt stellen. Denn mittlerweile mehr als 50 Jahre ist Alfred Wennemann ununterbrochen Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des SC Falke. Während der 50 Jahre wuchs der Verein von weniger als 200 auf aktuell 1488 Mitglieder – die exakte Zahl hatte Alfred Wennemann im Kopf. „Paul Beckschwarte war ein wunderbarer Mensch“, erklärte er. „Danke, dass ich diesem Preis zu seinem Andenken in Händen halten darf.“

Während die Mitwirkung an vielen Baumaßnahmen, die den Sport beim SC Falke bis heute prägen, hinter Alfred Wennemann liegt, machte das Moderatoren-Duo Oli Materlik und Michael auch aktuelle Probleme zum Thema. Nach der Ehrung des Westfalenschärpe-Ponyteams behielten die Beiden dessen Trainerin Petra Hartken auf der Bühne. Sie nutzte die Gelegenheit, um Bürgermeister Roos im Publikum zuzurufen: „Der Reiterverein besteht jetzt seit 95 Jahren. Für das Jubiläum wäre es eine gute Perspektive zu wissen, wo wir dann sind.“ Hintergrund sind hartnäckige Gerüchte, dass der Reitplatz zum Wohnbaugebiet werden soll.

Neben dem Reitgelände liegt der mittlerweile legendäre „Platz vier“ der Falke-Fußballer. Er war entstanden als Ausweich-Trainingsfläche, wird aber wegen wachsendem Bedarf inzwischen regelmäßig genutzt. Ob es am unbefriedigenden Zustand dieses Platzes liegt, dass keine Fußballteams für Meistertitel ausgezeichnet werden, wollte Oli Materlik vom Trainer der Ersten Mannschaft, Holger Althaus im Publikum, wissen. Der antwortete etwas später mit einer Ein-Wort-Frage: „Kunstrasen?“ Bürgermeister Roos brauchte länger: „Wir werden bei entsprechendem Bedarf aber mit der Politik über die strategische Ausrichtung der Anlagenplanung nachdenken.“ Besser klang: „Saerbeck ist eine sportfreundliche Gemeinde, die auch Geld dafür in die Hand nimmt.“

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