Jahreshauptversammlung des Fördervereins Klimakommune
Der Andrang wird immer größer

Saerbeck -

Mit 77 Mitgliedern eigentlich eine kleine Gruppe, stellt der Förderverein Klimakommune allerhand auf die Beine. Das zeigten jüngst die Berichte während der Jahreshauptversammlung.

Mittwoch, 20.03.2019, 13:33 Uhr aktualisiert: 20.03.2019, 13:50 Uhr
Mitglieder des Fördervereins Klimakommune kamen zur Jahreshauptversammlung zusammen.
Mitglieder des Fördervereins Klimakommune kamen zur Jahreshauptversammlung zusammen. Foto: Alfred Riese

Der Schwerpunkt ist der Außerschulische Lernort (ASL) „Saerbecker Energiewelten“ im Bioenergiepark (BEP), in dessen Räumen die Mitglieder zusammenkamen.

Fünf Lehrerinnen und Lehrer und ein Umweltpädagoge arbeiten dort mittlerweile mit Stellenanteilen. Nach den Kernlehrplänen ausgerichtete Module zum Beispiel zu den Themenbereichen erneuerbare Energie oder Müll und Recycling richten sich an Grundschulen und die Sekundarstufe eins, Angebote für die Oberstufe sind in Arbeit. Der Andrang auf den mit Experimenten und Exkursionen praktisch angelegten Umweltunterricht im Bioenergiepark mit seinen technischen Anlagen und Forschungseinrichtungen wird allerdings immer größer. Die Zahl der betreuten Schüler stieg 2018 im Jahresvergleich um 600 auf 2100, aus 71 Veranstaltungstagen 2017 wurden im Jahr darauf 85.

Deshalb hat der Förderverein eine Studie erstellen lassen vom Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) der Uni Kiel: Was lässt sich verbessern, wo sind Perspektiven, welche neuen Themen sind wichtig? Diese Studie ist die Grundlage für einen Förderantrag bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ( DBU ) und wurde dort im Januar eingereicht, berichtete Guido Wallraven aus dem Fördervereinsvorstand. Inhaltlich geht es unter anderem um den Einstieg in die Lehrerausbildung an den „Energiewelten“ und das Thema Berufsorientierung. Organisatorisch will der Förderverein weg von einer bald überlasteten ehrenamtlichen Leitung der kleinen Schule im BEP hin zu einer angestellten Führung. Eine DBU-Projektförderung könnte dazu Geld für drei Jahre bringen, berichtete Wallraven.

„Die Frage ist, was der Außerschulische Lernort für Schüler, aber auch Lehrer bedeuten kann“, stellte Vorstandsbeisitzer Dr. Hubert Tenkhoff fest. Er wollte dabei auch Saerbecks Verbindungen als Klimakommune etwa in die USA und nach Japan einbringen. Die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) als Gründungsmitglied des Fördervereins hat mittlerweile einen Kooperationsvertrag mit dem Lernort. Es gebe weitere Kooperationsanfragen, nicht nur von Schulen, erklärte Wilfried Roos, Vorsitzender des Fördervereins und Bürgermeister.

Weitere Aktivitäten des Fördervereins: Zehn- bis Zwölfjährige in der 14-tätigen „Umwelthelden“-Gruppe, der Energiestammtisch nach zehn Jahren als „Markenzeichen der Klimakommune“, der neue E-Mobilitäts-Stammtisch und eine frische Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus unter dem Titel „Experimenta“. Auch die Führungen durch den Bioenergiepark nahmen zu, um 18 auf 117. Fast 2700 Menschen ließen sich 2018 durch den BEP führen. Die Einnahmen aus diesen Führungen decken das Minus beim Lernort, sagten Fördervereins-Schatzmeister Alfons Günnigmann.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6482665?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F185%2F
Traktoren-Korso bremst am Dienstag den Verkehr aus
Bereits im April 2019 demonstrierten Landwirte aus dem Münsterland mit ihren Traktoren in Münster. 
Nachrichten-Ticker