ASB Anlagentechnik plant Erweiterung
Lasergenaue Sonderanfertigungen

Saerbeck -

Wer beim Wocheneinkauf Tiefkühlpizza für die ganze Familie holt, hat gleich eine komplette Lade der Tiefkühltruhe voll. Anders sind die Dimensionen, in denen das Saerbecker Unternehmen ASB denkt.

Freitag, 22.03.2019, 12:30 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 16:58 Uhr
Mitarbeiter beim Bedienen des Lasers.
Mitarbeiter beim Bedienen des Lasers. Foto: ASB

Für die Lebensmittelindustrie hat der Anlagentechniker schon Kühltürme für den italienischen Klassiker bis zu 25 Meter Höhe gebaut. „18 000 Pizzas pro Stunde laufen da durch – das ist schon eine Hausnummer“, sagt Geschäftsführer Maik Brüggemann .

Darüber hinaus wurden am Welps Esch schon Panieranlagen, Dipper oder Cordon-Bleu-Schneider für die Lebensmittelindustrie gefertigt. Brüggemann erklärt, dass ASB (Anlagen Stahl Bau) kein eigenes Produkt fertigt, sondern Einzelteile für Sonderanfertigungen und Serienteile im Auftrag von Kunden produziert. „Alles von einfachen, kleinen Laserteilen bis ganzen Schweißbaugruppen. Manchmal wissen wir gar nicht, wo das Teil bleibt, wo es verbaut wird.“ Die Kunden kommen neben der Lebensmittelindustrie aus der Agrar- und Recyclingwirtschaft sowie der Heizungstechnik-Branche.

Geschäftsführer Maik Brüggemann

Geschäftsführer Maik Brüggemann Foto: Jan-Philipp Jenke

Für letztere können Ölförder-Aggregate beispielhaft genannt werden. Für die Recyclingwirtschaft Anlagen zum Aufreißen von Gelben Säcken oder Dosieranlagen – bis zu 18 Meter groß –, die den Müllberg, die ein Lkw aufs Förderband kippt, flach verteilen. Für die Agrarwirtschaft Landmaschinentechnik wie Drei-Punkt-Aufnahmen für Schlepper oder Leiteraufgehänge fürs Fahrerhaus. „Diese gehen dann an die Maschinenhersteller, die die Aufgehänge am Fahrzeug anbringen“, so Maik Brüggemann.

Der Produktionsprozess läuft wie folgt ab: ASB bekommt den Auftrag mit einer Zeichnung, im Büro wird dieser bearbeitet, dann in der 4000 Quadratmeter großen mit Lasern, Kantbänken, Schweißrobotern, Handschweißgeräten, Stanzen und Sägen ausgestatteten Werkshalle gefertigt, auf seine Funktionstauglichkeit überprüft, je nach Wunsch montiert oder als Einzelteile verladen und mit dem eigenen Fuhrpark – von Sattelauflieger bis Bulli – zu den meist deutschen Kunden geliefert. Eingesetzt werden die Teile dann weltweit.

Mitarbeiter beim Schweißen.

Mitarbeiter beim Schweißen. Foto: ASB

70 Mitarbeiter arbeiten bei ASB. „Wenn viel zu tun ist, sieben Tage in drei Schichten“, fügt Maik Brüggemann hinzu. „Wir leben von der Flexibilität, da ist es schwer, Leute zu bekommen, die mitziehen.“ Im Moment könne das Unternehmen mehr machen, wenn entsprechend qualifiziertes Personal zur Verfügung stünde.

Außerdem plant ASB seine Produktionsfläche noch einmal zu verdoppeln. „Wir haben uns bei der Gemeinde für ein Erweiterungsgrundstück im neu geplanten Gewerbegebiet beworben“, erklärt der Geschäftsführer.

Eine Erfolgsgeschichte: Vor 17 Jahren hat der gelernte Kaufmann Maik Brüggemann mit seinem Vater Dieter in der heimischen Autogarage angefangen. „Wir haben das damals so nebenbei gemacht.“ Über einen Pferdestall am Haus wechselte das Vater-Sohn-Gespann mit der 2003 gegründeten Firma ASB nach und nach in drei größere Hallen, bis dann der eigene Bau am Welps Esch in Saerbeck realisiert wurde. „Zu der Zeit gab es keine freien Flächen im Industriegebiet in Lengerich“, erinnert sich der Geschäftsführer daran, warum die Wahl auf Saerbeck fiel. Und hier würden beide mit dem geplanten neuen Standort gerne bleiben.

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