Interview zum plattdeutschen Theater
Glücklich über Übungsstunden mit der Oma

Saerbeck -

Die neunköpfige Theatergruppe der Landjugend probt derzeit für ihr Stück „Een Duett för Quoten-Heidi“. Darunter Stefanie Behring, die sich zum ersten Mal auf die Bühne traut. Die 23-jährige Studentin spricht im Interview mit unserer Mitarbeiterin Belinda Raffel über ihre neuen Erfahrungen.

Sonntag, 24.03.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 16:40 Uhr
Stefanie Behring wagt sich dieses Jahr zum ersten Mal als „Gerda Koppelkamp“ auf die Bühne des plattdeutschen Theaters.
Stefanie Behring wagt sich dieses Jahr zum ersten Mal als „Gerda Koppelkamp“ auf die Bühne des plattdeutschen Theaters. Foto: Belinda Raffel

Was hat Sie dazu gebracht, mit dem Theater spielen anzufangen?

Stefanie Behring : Dadurch, dass ich in den vergangenen Jahren immer viel über die plattdeutschen Theaterstücke berichtet habe, habe ich schon einiges interessantes mitbekommen. Ich dachte mir, irgendwann machst du das auch mal. Und dieses irgendwann ist jetzt. Es passt in diesem Jahr einfach gut, weil die Semesterferien passend liegen und ich keine Klausuren-Phase habe in der Zeit, wo wir uns von der Theatergruppe täglich treffen.

Fällt es ihnen schwer, auf Plattdeutsch zu spielen?

Behring: Plattdeutsch konnte ich vorher schon verstehen, ich musste nur lernen, es zu sprechen. Zum Glück habe ich meine Oma, mit der ich viel üben kann. Jetzt wird es immer leichter für mich.

Welche Rolle spielen Sie in dem Stück?

Behring: Ich spiele Gerda Koppelkamp , die neugierige Nachbarin, die zudem alles besser weiß. Das ist eine der kleineren, aber dafür eine sehr lustige Rolle. Ich bin quasi die beste Freundin von Heidis Mutter Frieda und komme daher immer mal wieder auf den Hof, um auch bloß nichts zu verpassen.

Wie würden Sie die diesjährige Theatergruppe beschreiben?

Behring: Wie immer sind wir eine zusammengewürfelte Gruppe, weil wir alle aus verschiedenen Altersgruppen und Freundeskreisen kommen. Das ist aber gar nicht schlimm, weil wir auch so sehr viel Spaß zusammen haben. Eine Gemeinsamkeit haben wir aber: Wir kommen alle – gebürtig oder zugezogen – aus Westladbergen.

Hatten Sie Startschwierigkeiten beim Schauspielern, da Sie die einzige neue Schauspielerin sind?

Behring: Man merkt den anderen schon an, dass sie teilweise jahrelang dabei sind. Mir kommt aber zu Gute, dass ich es durch mein Studium gewohnt bin, Sachen auswendig zu lernen. Dafür fehlt mir aber einfach die Erfahrung, wie ich auf der Bühne natürlich rüber komme. Aber ich hoffe, dass ich das noch lerne. Auf jeden Fall freue ich mich schon darauf, wenn wir unser Stück endlich präsentieren dürfen, in das wir so viel Zeit und Arbeit investiert haben.

Wie gefällt ihnen das Theaterstück?

Behring: Das Stück hat viele lustige Stellen und bietet einige Überraschungen, die nicht vorhersehbar sind. Im Gegensatz zu den Stücken aus den vergangenen Jahren ist „Een Duett för Quoten-Heidi“ etwas moderner, zum Beispiel durch die TV-Show, die darin vor-kommt. Auch das Ende ist nicht vorhersehbar. Ob Heidi den richtigen Mann finden wird, bleibt bis zur Premiere noch geheim.

Wann spielt ihr immer?

Behring: Unsere Premiere ist am 6. April um 19 Uhr in der Bürgerscheune. Danach folgt die Seniorenvorstellung mit Kaffee und Kuchen am 7. April um 14 Uhr, für die keine Anmeldung notwendig ist. An den anderen Samstagen im April treten wir auch immer um 19 Uhr auf sowie an Ostermontag.

Zum Thema

Sitzplätze können bei Familie Böddeker täglich von 19 bis 21 Uhr reserviert werden unter ' 0 25 74/88 85 57. Die letzte Vorstellung am 27. April ist sogar schon ausverkauft.

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