Zwei Saerbecker Kinder werden nicht an der MKG aufgenommen
„Wir haben da keinen Handlungsspielraum“

Saerbeck -

126 Anmeldungen für 112 Plätze im nächsten fünften Jahrgang hat die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) verzeichnet (diese Zeitung berichtete). Zwei angemeldete Saerbecker Kinder kamen weder im Los- noch im Nachrückverfahren zum Zuge.

Donnerstag, 28.03.2019, 11:00 Uhr
Maarten Willenbrink, seit Kurzem neuer stellvertretender Leiter der MKG.
Maarten Willenbrink, seit Kurzem neuer stellvertretender Leiter der MKG. Foto: Alfred Riese

Das ging am Dienstag in der Sitzung des Schulausschusses aus dem Bericht von Maarten Willenbrink hervor. „Wir haben da keinen Handlungsspielraum“, bedauerte der kommissarische Schulleiter mit Verweis auf aktuelle Gerichtsurteile.

Von den zulässigen Auswahlkriterien kam ausschließlich die Verteilung unterschiedlicher Leistungsfähigkeit der Schüler zur Anwendung, erläuterte Willenbrink. Neun Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Inklusion) wurden vorab vom Kreis zugewiesen und aufgenommen, darunter vier aus Saerbeck. Von den verbliebenen 103 Plätzen gingen 41 an Schüler mit einem Notendurchschnitt von zwei oder besser. Die weiteren 62 Plätze wurden gelost. „Wir haben ein wasserdichtes Verfahren gemacht“, betonte Willenbrink. Es wäre unglaubwürdig, wenn aus der größten örtlichen Gruppe von Anmeldungen niemand heraus gelost würde, stellte er fest, „so traurig das ist“. In der mehr als 30-jährigen Schulgeschichte waren nur in den Jahren 2016 und 2018 alle Anmeldungen aus Saerbeck erfolgreich.

46 Saerbecker Kinder werden im Sommer an der MKG aufgenommen. Weitere angehende Fünftklässler kommen aus Emsdetten (20), Ladbergen (13) und Greven (11). Von der Grundschule in Kattenvenne kommen 14 Kinder, von denen aber die meisten in Lengerich und Lienen wohnen, berichtete Willenbrink. Einzelne Schüler kommen aus Ibbenbüren, Tecklenburg und Hörstel.

„Die Anmeldezahlen aus Greven, Ladbergen und besonders aus Saerbeck sind erfreulich“, sagte Willenbrink. Emsdettener Eltern hätten häufiger als früher den Weg zur Gesamtschule Nordwalde gewählt, wo es wie in Greven zunächst mehr Plätze als Anmeldungen gab. Die Übergangsquote aus dem vierten Jahrgang der St.-Georg-Grundschule (70 Schüler) entspreche den Vorjahren. Die Grundschulleiterin Sarah Ortmeier sagte, es sei „sehr erfreulich, dass es so geklappt hat“. Die Zahlen würden zeigen, „dass die enge Verbindung und Zusammenarbeit der beiden Schulen für Eltern erkennbar“ sei.

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