Schulstraße soll Einbahnstraße werden / Tests weiterer Maßnahmen
Es gibt keine Patentlösung

Saerbeck -

Die politische Diskussion über mehr Verkehrssicherheit auf der Schulstraße biegt in die Zielgerade ein. Der Gemeinderat könnte bereits in seiner Sitzung am nächsten Donnerstag Maßnahmen beschließen.

Freitag, 29.03.2019, 12:05 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 12:30 Uhr
Die Schulstraße, von der Ecke Kolpingstraße her gesehen, nachmittags während des Unterrichts: Die Gemeinde will hier für mehr Verkehrssicherheit sorgen.
Die Schulstraße, von der Ecke Kolpingstraße her gesehen, nachmittags während des Unterrichts: Die Gemeinde will hier für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Foto: Alfred Riese

In der Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch deutete sich an, dass einzelne Elemente nach und nach ausprobiert werden könnten.

Die Leitungen der Bildungseinrichtungen entlang der Schulstraße hatten im vergangenen Jahr die Initiative übernommen, weil ihnen das regelmäßige Aufeinandertreffen von Schüler-Pulks mit Bussen, Eltern-Autos, Radlern und Parkplatzsuchern auf engen Wegen zu gefährlich erschien. Die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule, die St.-Georg-Grundschule, die Kita Kaleidoskop, Verwaltung und Politik wollten dann aber zunächst abwarten, bis der Erweiterungsbau der Grundschule fertig ist. In der Zwischenzeit nahm das Ingenieurbüro Augé & Partner (Lengerich) die Lage noch einmal unter die Lupe.

► Die Schulstraße soll Einbahnstraße werden mit der Zufahrt von der Lindenstraße in Höhe der Kita. Das sei „sinnvoll zur Entflechtung des Verkehrs, leicht mit einem Schild zu erreichen und sehr wirksam“, sagte Lothar Augé. Zudem bliebe ohne Auto-Begegnungsverkehr mehr Fläche für Fußgänger und Radfahrer, die in beiden Richtungen fahren dürfen.

► Drei „Berliner Kissen“ sollen Autos verlangsamen.

► Vor der Grundschule sollen Poller Autos und Fußgänger trennen.

► Die Bushaltestelle dort wird verlegt zwischen die beiden Parkplatzzufahrten der Gesamtschule. Das schafft vor der Grundschule mehr Platz und verhindert, dass wartende Schüler den Weg zu den Sporthallen verstellen. Die wegfallenden drei Parkplätze werden durch vier neue ein paar Meter weiter ersetzt.

► Die Fahrradständer vor der MKG werden verlegt an die Rettungszufahrt. Auch das schafft mehr Platz.

► Auf der Kolpingstraße und besonders in der Kurve zur Schulstraße sollen die Schüler besser auf die Fußwege geführt werden.

Bauamtsleiter Andreas Fischer plädierte für Tempo 20. Für ihn ist des Weiteren „eine logische Konsequenz aus der Gemengelage“, dass demnächst auch die Parkplätze entlang der Schulstraße nur noch für Lehrer mit Parkausweis zur Verfügung stehen. Zusammen mit einem Halteverbot auf ganzer Länge würden dann Eltern-Taxis oder Auto fahrende Schüler gar nicht mehr in die Schulstraße einfahren. Insgesamt zu viel Verkehr und hoher Parkdruck seien auch Kritikpunkte bei einer Anliegerversammlung gewesen, sagte Fischer. Für die „insgesamt schwierige Situation“ gebe es keine „Patentlösung“.

„Wenn es gesunden Menschenverstand in ausreichendem Maß gäbe, hätten wir das Problem nicht“, erklärte Anne Raffel (CDU) mit Blick auf Verkehrsteilnehmer. Sie stellte auch klar, dass Verkehr auf die Lindenstraße verlagert würde. „Mit wenig Geld jetzt große Wirkung erreichen“, sah Jürgen Lampe (SPD) als Ziel. „Gehampel hatten wir lange genug.“

Das Thema kommt auf Antrag der CDU noch einmal in den Ratsfraktionen auf den Tisch. Bis zur Ratssitzung am Donnerstag will die Gemeindeverwaltung eine Abfolge für den Test der Maßnahmen vorschlagen, mit Vorzug für die einfachen und günstigen.

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