Neue Verkehrsregeln an der Schulstraße / Probleme vor der Grundschule
Deutliche Verbesserungen

Saerbeck -

Ein erstes positives Fazit zur neuen Verkehrsregelung auf der Schulstraße ziehen das Ordnungsamt und die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG).

Sonntag, 12.05.2019, 09:00 Uhr
Vom Kirmesplatz her ist für Autos seit dem Ende der Osterferien die Durchfahrt zur Schulstraße verboten.
Vom Kirmesplatz her ist für Autos seit dem Ende der Osterferien die Durchfahrt zur Schulstraße verboten. Foto: Alfred Riese

„Bereits deutliche Verbesserungen“ stellt Maarten Willenbrink , kommissarischer MKG-Leiter, für die Strecke vor seiner Schule fest.

Die Sicherheitsprobleme mit Autoverkehr teilweise in beiden Richtungen gerade zu Schulbeginn oder -ende mit vielen Schülern auf dem Weg waren jahrelang offenkundig und auch immer wieder diskutiert worden. Nach einer gemeinsamen Initiative der Anlieger MKG, St.-Georg-Grundschule und Kita Kaleidoskop hatte der Gemeinderat das Thema zunächst bis zur Fertigstellung des Grundschulanbaus aufgeschoben. Nach dem Ratsbeschluss im April handelte man dann schnell.

Neu sind seit dem Ende der Osterferien vor zwei Wochen die unbeschränkten Durchfahrt-verboten-Schilder hinter der Straße „Am Kirchplatz“. Dort war Anliegern zuvor die Einfahrt vom Kirmesplatz her erlaubt, jetzt gilt die Einbahnstraßenregelung auf der Schulstraße für Autos konsequent. Neu sind auch Tempo 20, das Parken nur für Inhaber eines passenden Parkausweises (für Lehrer) von 7 bis 17 Uhr und Betonpoller vor der Grundschule am Übergang zum Verkehrsübungsplatz. Ein absolutes Halteverbot galt bereits zuvor.

Ordnungsamt und Polizei haben in der Startphase besonders an der Kolpingstraße (der früheren Zufahrt für Anlieger) kontrolliert. „Nur ganz wenige haben die Durchfahrt-verboten-Schilder übersehen“, berichtete jetzt Ines Heilemann , Leiterin des Ordnungsamts. In der ersten Woche habe man es kulant bei Hinweisen und Umdrehen bewenden lassen. Dasselbe galt Heilemann zufolge für das Parken entlang der Schulstraße: Wer keinen Parkausweis hatte, bekam einen Hinweis. Seit Dienstag gebe es allerdings Knöllchen, so die Ordnungsamtsleiterin. Auch die Schule achte darauf, dass nur berechtigt geparkt wird.

Die Parkraumbewirtschaftung und das absolute Halteverbot sollen dafür sorgen, dass möglichst wenig Autos überhaupt in die Schulstraße einfahren. Automobile Schüler haben keine Parkausweise, Eltern-Taxis dürften eigentlich nicht einmal anhalten. Dass der Parkdruck von älteren Schülern nach den Osterferien weitgehend wegfällt, war allerdings zu erwarten: Die meisten schreiben ihre Abiturklausuren außerhalb der Schule.

Für die MKG berichtet Maarten Willenbrink von einer entspannteren Verkehrs- und Parksituation und erfreuten Lehrern, die nun besser in Schulnähe ihr Auto abstellen können. Von Auto fahrenden Schülern sei kein Widerspruch zum Parkplatzentzug gekommen. Für Schüler, die zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind, sei die Verkehrslage sicherer geworden, gerade wenn sie in Pulks von der Bushaltestelle auf dem Kirmesplatz kommen oder dorthin gehen. Einige Autofahrer würden aber immer noch den kürzesten Weg zu den Recyclingcontainern nehmen.

Vor der Grundschule habe sich leider noch nicht viel geändert oder verbessert, berichtete Willenbrink aus einem Treffen der Schul- und Kitaleitungen. Er sprach sich dafür aus, die neuen Regeln zunächst weiter konsequent umzusetzen und die Wirkung in einiger Zeit zu überprüfen. Im Rathaus hat man unter anderem noch Berliner Kissen und die Verlegung der Bushaltestellen im Köcher.

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