Kooperationsvereinbarung zwischen MKG und Förderverein Klimakommune
Den Standortvorteil nutzen

Saerbeck -

Oft werden Vereinbarungen unterzeichnet, die dann erst mit Leben gefüllt werden müssen. Man denke nur an den Deutsch-französischen Freundschaftsvertrag Anfang des Jahres. Bei der Kooperationsvereinbarung zwischen der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) und dem Förderverein Klimakommune Saerbeck ist dies genau andersherum gelaufen.

Montag, 27.05.2019, 09:45 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 09:50 Uhr
Der ASL wird von den MKG-Schülern regelmäßig besucht.
Der ASL wird von den MKG-Schülern regelmäßig besucht. Foto: Alfred Riese

Inhaltlich wird die Partnerschaft zwischen Schule und Förderverein, sprich dem außerschulischen Lernstandort (ASL) im Bioenergiepark, schon längere Zeit gelebt, so Wilfried Roos und Maarten Willenbrink unisono. Doch jetzt setzten der Vorsitzende des Fördervereins und der kommissarische Schulleiter offiziell ihre Unterschriften unter die Kooperationsvereinbarung. „Das ist gefühlt schon seit zwei Jahren angedacht“, erklärte Roos und sprach von einer „Premium-Partnerschaft“.

Die sechs Punkte der Vereinbarung sehen unter anderem einen Vorrang bei der Buchung von Terminen im ASL für die MKG vor. Außerdem räumt der Förderverein der Schule einen Rabatt von 2,50 Euro pro Schüler für Projekttage ein.

Wilfried Roos als Vorsitzender des Fördervereins Klimakommune Saerbeck und Maarten Willenbrink, kommissarischer Leiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule, unterzeichnen die sechs Punkte starke Vereinbarung.

Wilfried Roos als Vorsitzender des Fördervereins Klimakommune Saerbeck und Maarten Willenbrink, kommissarischer Leiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule, unterzeichnen die sechs Punkte starke Vereinbarung. Foto: Jan-Philipp Jenke

D ie Saerbecker Gesamtschule will den ASL und den Bioenergiepark regelmäßig nutzen und in den Unterricht einbringen – ein Standortvorteil. „Bei über 100 Lehrern ist der ASL nicht allen bekannt“, so Maarten Willenbrink. Es sei eine wichtige Aufgabe, die Einrichtung in allen Fachbereichen bekannt zu machen und regelmäßig Projekte durchzuführen. Nicht nur in den verwandten naturwissenschaftlichen Fächern (die MKG wird am 5. Juni als MINT-Schule rezertifiziert, Willenbrink: „Das ist auch durch die enge Verzahnung mit dem ASL möglich geworden“), sondern auch in den Sozialwissenschaften und der Gesellschaftslehre.

„Wir freuen uns auf zehn Projekttage im Jahr“, sagte Alfons Günnigmann, Vorstandsmitglied des Fördervereins Klimakommune. Es sei ein riesen Vorteil nicht in der Schule zu lernen, sondern direkt vor Ort. „Das ist nachhaltiges, intensives und abwechslungsreiches Lernen“, fügte er hinzu. Und da müsse man den Schülern immer wieder etwas neues bieten. So profitiere auch der Förderverein von der Kooperation.

„Durch die schnelle Rückmeldung, was funktioniert und was nicht, können wir eine noch bessere Qualität hineinkriegen“, betonte Johannes Dierker. In einem guten Dialog ginge dies besser als beispielsweise mit externen Schulen.

Nebenbei erwähnte Wilfried Roos, der nun den Hut des Bürgermeisters aufgesetzt hat, dass Gemeinde, Gesamtschule und Förderverein Klimakommune dabei sind, 33 Fahrräder anzuschaffen. „Der Auftrag läuft.“ Finanziert würden diese aus dem Preisgeld des Nachhaltigkeitspreises und sollen künftig im Bereich der Schule stehen. So könnten die Lehrer schnell und ohne große Vorarbeit mit der Klasse in den Bioenergiepark fahren. „Jedes Mal den Bus zu nehmen, wäre dramatisch“, erklärte Maarten Willenbrink: „Das Null-Emissions-Vehikel gehört dazu, wenn wir solche Dinge ernst meinen.“

Übrigens: Wilfried Roos machte am Ende deutlich, dass er sich auch weitere Kooperationen vorstellen könne – mit Firmen beispielsweise.

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