Kindertagespflege von Astrid Kleimeier im Feldhoek eingesegnet
Wo Hase und Igel ganz viel Platz haben

Saerbeck -

Viel weiter außerhalb des Dorfes geht nicht: Am Feldhoek 31 ließ am Samstag Astrid Kleimeier die neuen Räume ihrer Kindertagespflege „Hase & Igel“ einsegnen. Hinter der Hecke Richtung Norden geht es rechts direkt nach Dörenthe, links nach Hörstel. Hier mitten im Feld und abseits aller Verkehrsgefahren, ist nun neuer Platz zum Spielen, Lernen, Mittagessen und Ausruhen für bis zu fünf kleine Kinder.

Dienstag, 18.06.2019, 06:00 Uhr
Im Kreise von Unterstützern und Freunden segnete Pfarrer Ramesh Chopparapu die neuen Räume der Kindertagespflege „Hase & Igel“ am Feldhoek ein.
Im Kreise von Unterstützern und Freunden segnete Pfarrer Ramesh Chopparapu die neuen Räume der Kindertagespflege „Hase & Igel“ am Feldhoek ein. Foto: Alfred Riese

Im „Dreiländereck“ von Hörstel, Ibbenbüren und Saerbeck, am Feldhoek 31, wurden am Samstag die neuen Räume der Kindertagespflege „Hase & Igel“ eingesegnet. Die Lage mitten im Feld, am Ende einer der längsten Sackgassen des Dorfes, ist für die Betreiberin Astrid Kleimeier Programm.

„Wir sind viel draußen, am liebsten den ganzen Tag“, beschreibt sie die Möglichkeiten auf dem früheren Hof. Es gibt Pferdeweiden, einen kleinen Spielplatz, jede Menge Rennstrecke für Bobbycars. Die 48-Jährige hat zwei eigene Kinder im Alter von 14 und 18 Jahren. Seit zehn Jahren betreut sie auf dem Hof tagsüber kleine Kinder anderer Eltern, bislang in den eigenen Wohnräumen, jetzt in einer umgebauten Scheune. Im großen Spielzimmer stehen zwei Stützbalken aus Eiche in der Mitte. Wie eine Galerie reihen sich fünf Schlafräume aneinander, eingefasst von Küche und Sanitär- und Wickelraum. Astrid Kleimeier kann fünf Kinder im Alter von null bis drei Jahren aufnehmen bei Betreuungszeiten montags bis donnerstags von 7 bis 15 Uhr. Tatsächlich ist sie regelmäßig ausgebucht.

Astrid Kleimeier mit einem Gastgeschenk.

Astrid Kleimeier mit einem Gastgeschenk. Foto: Alfred Riese

Die Plätze werden wie alle weiteren im Tagespflegeangebot in Saerbeck vermittelt vom Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) in Ibbenbüren, erklärt die Tagesmutter, die eine Qualifikation durchlaufen hat und eine Fortbildung für Inklusion. Bedarf anmelden können Eltern, die in Saerbeck leben oder arbeiten. „Es gibt in Saerbeck mehr Bedarf als Plätze“, sagt Astrid Kleimeier. Sie sieht dabei Kita und Tagespflege als gleichwertige Betreuungsangebote, die oft zeitlich nacheinander genutzt werden: erst Tagespflege, dann Kita, wenn das Kind älter ist. Auch die Beiträge sind wie bei der Kita nach Einkommen gestaffelt. Es ist nur alles kleiner, überschaubarer, familiärer. Zum Sommer wechselt übrigens die komplette Belegschaft. Dann kümmert sich Astrid Kleimeier um fünf Einjährige. Der Bollerwagen für Ausflüge steht schon bereit. In den einjährigen Umbau der Scheune hat sie ordentlich investiert. Astrid Kleimeier will noch länger Tagesmutter sein.

Zur Einsegnung waren aktuelle und zukünftige Eltern von Pflegekindern und die Umbauhelfer eingeladen – und Pfarrer Ramesh Chopparapu. Die Scheune solle „ein Ort des fröhlichen Lernens und Spielens sein“, wünschte er. „Wo Kinder rumlaufen, kann Segen nicht schaden“, meinte Astrid Kleimeier.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6700412?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F185%2F
Schlussakt in der Mitglieder-Affäre
In Bewegung: Die FDP-Kreispartei zieht von der Weseler Straße wieder an die Geringhoffstraße.
Nachrichten-Ticker